Vorschlag des OB Alex Maier: Landesgartenschau – eines Tages in Göppingen?

In Wangen im Allgäu gab es die Landesgartenschau schon einmal. Wie wäre es mit Göppingen in 12 Jahren?
Felix Kästle/dpa- Göppingen prüft eine Bewerbung für die Landesgartenschau 2038 – Fokus: Stauferpark Süd.
- Eine Entscheidung steht aus, nötig sind ein überzeugendes Konzept und tragfähige Finanzierung.
- OB Alex Maier setzt auf „Sparen und Wachsen“, Einsparungen und Kostengrenzen laufen weiter.
- Landesgartenschau als Hebel: Fördermittel, Investitionen und gebündelte Zeitpläne sollen helfen.
- Stauferpark Süd: geplant sind Gewerbe, Wohnen und Grünflächen, Start für Bauvorhaben ab 2031.
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Im Mittelpunkt des Vorschlags von OB Alex Maier, eine Bewerbung Göppingens um die Landesgartenschau 2038 strategisch zu prüfen, steht der Stauferpark Süd. Eine Entscheidung über die Bewerbung falle ausdrücklich noch nicht, heißt es dazu in einer Pressemitteilung, die die Stadt am Donnerstagabend veröffentlichte. Voraussetzung seien ein überzeugendes Konzept und eine tragfähige Finanzierung. Göppingen habe ein strukturelles Haushaltsproblem und könne sich nicht allein gesundsparen, so der Rathauschef. Deshalb setze die Stadt auf die Strategie „Sparen und Wachsen“. Die beschlossenen Einsparungen würden jedoch konsequent umgesetzt, etwa mit einem Programm zur Sicherstellung der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit und der Begrenzung der Personalkosten.
Ein „strategischer Hebel“
Gleichzeitig müsse die Stadt aber die Einnahmegrundlagen der kommenden Jahre stärken, so Maier. Die Landesgartenschau sei dafür ein mögliches Werkzeug für eine Stadtentwicklung, die ohnehin anstehe, betonte der OB. Der Oberbürgermeister in seiner Etatrede: „Wir müssen sparen und wachsen. Die Landesgartenschau ist kein Luxusprojekt, sondern ein strategischer Hebel für eine Stadtentwicklung, die ohnehin nötig ist.“ Der Stauferpark Süd gilt als eines der letzten großen Entwicklungspotenziale der Stadt. Auf 34 Hektar sollen nach dem Grundsatzbeschluss des Gemeinderats 12,2 Hektar Gewerbe, 4,9 Hektar Wohnen und 16,9 Hektar Grünflächen entstehen. Gewerbe- und Wohnbauvorhaben sind nach der Planung ab 2031 vorgesehen. Die Frage sei nicht, ob die Fläche entwickelt werde, sondern wie. Die Prüfung soll laut OB Maier klären, ob eine Landesgartenschau die Entwicklung effizienter, qualitätsvoller und finanziell besser abgesichert möglich mache.
Landesgartenschau wäre erst der Anfang
Mit einem städtischen Eigenanteil als Initialzündung könnten Landesförderung, weitere Programme und private Investitionen erschlossen werden. Grünflächen, Gewerbe und Wohnen sollen in einem abgestimmten Konzept zusammengeführt werden, um die Qualität zu erhöhen. Ein gemeinsamer Zeitplan könne die einzelnen Vorhaben bündeln und schneller voranbringen. Eine stärkere Wahrnehmung Göppingens soll die Wirtschaftsförderung unterstützen. Langfristig zähle nicht der einmalige Erlös aus Grundstücksverkäufen, sondern die dauerhafte Wirtschaftskraft: Unternehmen, Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und neue Einwohner.
