Bei Brand schwer beschädigt
: Was geschah eigentlich einst im Leonberger Hölderlinhaus?

Friedrich Hölderlin zählt zu den großen deutschen Dichtern. Das Gebäude, in dem er als 18-Jähriger in Leonberg weilte, hat jüngst schwer gelitten.
Von
Marius Venturini
Leonberg
Beschädigtes Hölderlinhaus in Leonberg: Hier weilte der große deutsche Dichter eine Zeit lang.

Beschädigtes Hölderlinhaus in Leonberg (linkes Bild, großes Gebäude): Hier weilte der große Dichter eine Zeit lang.

SDMG/imago
  • Leonberger Hölderlinhaus wurde am vergangenen Freitag bei einem Brand schwer beschädigt.
  • Friedrich Hölderlin hielt sich als 18-Jähriger in Leonberg auf – die Liebe führte ihn dorthin.
  • Er verlobte sich mit Louise Nast, löste die Verlobung jedoch später wieder.
  • Ein Freund, Immanuel Nast, fertigte in dieser Zeit eine seltene Portraitzeichnung Hölderlins an.
  • Hölderlin schrieb, die Tage in Leonberg seien so schön gewesen, dass er sie oft wiederträumen wolle.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Friedrich Hölderlin wurde zwar 1770 in Lauffen am Neckar geboren. Der bedeutende Dichter weilte jedoch auch in Leonberg. Genauer gesagt war es die Liebe, die ihn im Alter von 18 Jahren während seiner Zeit am Evangelischen Seminar in Maulbronn in die rund 1400 Einwohner zählende Stadt zog. Jenes Haus am Leonberger Marktplatz, in dem er dereinst verkehrte, wurde am vergangenen Freitag bei einem Brand schwer beschädigt.

Hölderlins Verlobung mit Louise Nast hält nicht lange

Louise, die Cousine von Immanuel Nast, damals Skribent (Schreiber) am Leonberger Rathaus, hatte es Hölderlin angetan. So sehr, dass er dereinst den Satz schrieb: „Die Tage, die ich in Leonberg zubrachte, waren zu schön, als dass ich sie mir nicht noch oft wiederträumen sollte.“ Man traf sich, tauschte Ringe und verlobte sich.

Doch die Beziehung zur Tochter des Klosterverwalters Johann Conrad Nast, sie hielt nicht. Hölderlin löste die Verlobung - seine Briefe an Louise Nast geben einen Vorgeschmack auf die Tragik, die einem Großteil von Hölderlins weiterem Leben innewohnen sollte. 1843 stirbt er nach einem von Zwangsbehandlung und Krankheiten durchzogenen Leben in Tübingen.

In Leonberg fertigt Immanuel Nast eine Zeichnung Hölderlins an

Was aus Hölderlins Zeit in Leonberg blieb, war eine Portraitzeichnung des Dichters, angefertigt von seinem damaligen Freund Immanuel Nast. Sie gilt angesichts der wenigen existierenden zeitgenössischen Abbildungen des Dichters als Sensation.

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