Betrugsmasche in Ditzingen
: Schockanruf wegen Krebs-Arznei – Seniorin verliert wertvollen Schmuck

Eine Seniorin aus Ditzingen händigt Kriminellen wertvollen Schmuck aus, nachdem diese am Telefon eine Krebserkrankung der Tochter vortäuschten. Die Polizei hat für Fälle wie diesen klare Ratschläge.
Von
Roland Böckeler
Ditzingen
Rentner hält Telefon in der Hand: ARCHIV - 10.03.2021, Nordrhein-Westfalen, Essen: Ein Senior hält einen Telefonhörer in der Hand. (zu dpa: «Schockanrufer bringen 92-Jährigen um fünfstelligen Betrag») Foto: Roland Weihrauch/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine Seniorin ist auf die telefonisch von einer Betrügerin geschilderte Geschichte hereingefallen (Symbolbild).

Roland Weihrauch/dpa
  • Betrüger täuschten Schockanruf: Tochter brauche Geld für Darmkrebstherapie aus Stuttgart.
  • Seniorin aus Ditzingen übergab Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro an Unbekannten.
  • Die Täterin behauptete, 18.000 Euro seien für ein Schweizer Medikament bereits gezahlt.
  • Die echte Tochter bemerkte den Betrug und verständigte die Polizei.
  • Polizei rät: Gespräch beenden, über bekannte Nummer verifizieren, 110 bei Verdacht anrufen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die perfide Methode von Betrügern, Menschen am Telefon mit Nachrichten zu schockieren, um ihnen Geld abzuluchsen, ist wieder einmal erfolgreich gewesen. Wie das Polizeipräsidium am Freitag mitteilte, hat eine Seniorin aus Ditzingen am Donnerstag Schmuck von mehreren Tausend Euro an einen Kriminellen übergeben.

Die Frau war zuvor telefonisch kontaktiert worden. Eine unbekannte Frau gab sich bei dem Anruf als Mitarbeiterin einer Stuttgarter Klinik aus und teilte der Seniorin mit, dass deren Tochter dringend Unterstützung bei der Finanzierung ihrer Darmkrebstherapie benötige. 18.000 Euro habe die Tochter bereits für das Medikament aus der Schweiz bezahlt. Nun würde jedoch mehr Geld benötigt.

Da die Seniorin über kein Bargeld verfügte, übergab sie in der Folge einem unbekannten Mann Schmuckstücke in einer Tasche, um damit die vermeintlichen Krebsmedikamente zu finanzieren. Der Betrug fiel der echten Tochter wenig später auf, die auch die Polizei verständigte.

Ein Schockanruf – was tun in dieser Situation?

Der Schockanruf ist eine der häufigsten Betrugsmaschen. Hierbei tischen Kriminelle ihren potenziellen Opfern unterschiedlichste Geschichten auf: Sie machen Angst und setzen die Betroffenen nicht nur emotional, sondern auch zeitlich unter Druck. Ziel der Kriminellen ist immer, an das Vermögen der Betroffenen, wie Bargeld, Gold oder Schmuck, zu gelangen. Dabei geben sie sich etwa als Polizeibeamte oder andere Amtspersonen aus. Oder wie jetzt im Ditzinger Fall als Krankenhaus-Mitarbeiterin.

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Was die Polizei bei Anrufen dieser Art rät: Immer das Gespräch sofort beenden. Dann die Person, die angeblich am Telefon war, unter einer bekannten Nummer kontaktieren. Niemals Informationen über persönliche und finanzielle Verhältnisse preisgeben, und nie Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte übergeben. Sollte ein Anruf verdächtig vorkommen: die echte Polizei über die Notrufnummer 110 informieren.