Elternmentoren in Leonberg
: „Stärkt Bildungschancen“ – Stadt sucht dringend Elternmentoren

Sprachbarrieren verhindern oft den Schulerfolg von Migrantenkindern. Die Stadt Leonberg sucht nun Ehrenamtliche, die als Brückenbauer zwischen Elternhaus und Grundschule fungieren.
Von
Marius Venturini
Leonberg
Schule: ARCHIV - 09.08.2025, Sachsen, Leipzig: Schulanfänger sitzen auf einem Schulhof. An Grundschulen in NRW ist der Anteil der Schüler mit Migrationsgeschichte höher als an anderen Schulen. (zu dpa: «Knapp die Hälfte der Schüler in NRW hat Migrationsgeschichte») Foto: Sebastian Willnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Gesucht werden daher Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung, die bereits länger in Leonberg leben, gute Deutschkenntnisse haben und eine weitere Sprache sprechen.

Sebastian Willnow/dpa
  • Leonberg sucht ehrenamtliche Elternmentorinnen und -mentoren für Grundschulen.
  • Sie unterstützen Gespräche mit neu zugewanderten und geflüchteten Familien.
  • Gesucht sind Personen mit Migrationserfahrung, guten Deutschkenntnissen und weiterer Sprache.
  • Einsätze betreffen nur Schulthemen, alle Gespräche sind vertraulich.
  • Info-Veranstaltung: Donnerstag, 24. September, 10–12 Uhr, Haus der Begegnung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Familien-Bildungsstätte Leonberg und das Integrationsbüro der Stadt suchen ehrenamtliche Elternmentorinnen und Elternmentoren. Sie sollen neu zugewanderte und geflüchtete Familien bei Gesprächen in der Grundschule unterstützen und dabei helfen, sprachliche Barrieren zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften zu überwinden.

Für neu zugewanderte Kinder gibt es in Leonberg sogenannte Internationale Vorbereitungsklassen (IVK) und Juniorklassen. Dort geht es zunächst intensiv um deutsche Sprachkenntnisse, bevor sie in eine reguläre Schulklasse wechseln. Die Eltern sollen ihre Kinder auf diesem Weg begleiten und mit der Schule im Austausch bleiben. Gerade Eltern mit geringen Deutschkenntnissen benötigen dabei jedoch Unterstützung.

Wichtiger Beitrag zur Integration

„Wenn Eltern die Schule ihrer Kinder verstehen und sich gut mit den Lehrkräften austauschen können, stärkt das die Bildungschancen der Kinder“, betont Ute Keilbach, stellvertretende Amtsleiterin für Jugend, Familie und Schule. „Die Elternmentorinnen und Elternmentoren leisten damit einen wichtigen Beitrag zu gelingender Integration in Leonberg.“

Gesucht werden daher Menschen mit Migrations- oder Fluchterfahrung, die bereits länger in Leonberg leben, gute Deutschkenntnisse haben und eine weitere Sprache sprechen. „Besonders hilfreich ist es, wenn sie die Herkunftssprache neu zugewanderter Familien beherrschen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung.

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Die Elternmentorinnen und Elternmentoren unterstützen bei Elternabenden, Entwicklungsgesprächen mit Lehrkräften sowie weiteren wichtigen Gesprächen in der Schule. Die Unterstützung ist ausschließlich für Gespräche in der Schule vorgesehen. „Die Ehrenamtlichen begleiten keine Behördengänge, Arzttermine oder andere private Termine“, heißt es in dem Schreiben der Stadt. Alle Gespräche werden vertraulich behandelt.

Schulungen und Infoveranstaltung stehen Interessierten offen

Auf Wunsch können die Ehrenamtlichen an Schulungen zum deutschen Bildungssystem sowie zu den Themen Datenschutz und Kommunikation teilnehmen. Interessierte Ehrenamtliche und Familien, die sprachliche Unterstützung benötigen, können sich zunächst über das Projekt informieren und direkt kennenlernen. Die offene Info-Veransaltung findet am Donnerstag, 24. September, von 10 bis 12 Uhr im Haus der Begegnung, Eltinger Straße 23, statt – kostenlos, barrierefrei und ohne Anmeldung.

Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann sich außerdem beim Integrationsbüro der Stadt Leonberg per E-Mail an integrationsbuero@leonberg.de oder telefonisch unter 07152/990-2429 melden – oder direkt zur Info-Veranstaltung kommen. Das Projekt wird vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration im Rahmen der Verwaltungsvorschrift über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Integrationsbeauftragten unterstützt.