Eskalation in Gerlingen: Zigfach Notruf missbraucht – 51-Jährige attackiert Polizisten

Die Notrufnummern 110 für die Polizei und die 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst sind für echte Notfälle eingerichtet. Eine Frau aus Gerlingen wählte aber zigfach grundlos den Notruf. Das hat Folgen.
Peter Kneffel/dpa- Gerlingen: Eine 51-Jährige missbrauchte mehrfach die Notrufnummern 110 und 112.
- Trotz telefonischer Warnung rief sie weiter an – eine Streife fuhr zu ihrer Wohnung.
- Beim Versuch, das Telefon zu sichern, griff sie Beamtinnen und Beamte an und spuckte.
- Die Frau wurde vorläufig festgenommen, drei Polizisten wurden leicht verletzt.
- Sie verbrachte die Nacht im Gewahrsam und muss mit mehreren Strafanzeigen rechnen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die telefonischen Notrufnummern 110 und 112 sind für echte Notrufe vorgesehen. Weil das eine 51 Jahre alte Frau aus Gerlingen partout nicht einsehen wollte und renitent wurde, musste sie am Ende die Nacht zum Donnerstag in einer Zelle auf dem Polizeirevier verbringen.
Wie die Polizei berichtet, hatte die Frau am Mittwoch zu vorgerückter Abendstunde mehrfach missbräuchlich den Notruf alarmiert. Der zunächst telefonischen Aufforderung, dies zu unterlassen, kam sie nicht nach. Deshalb bekam eine Streifenwagenbesatzung kurz vor Mitternacht den Auftrag, zur 51-Jährigen nach Hause in die Richthofenstraße zu fahren.
Davon zeigte sich die Gerlingerin aber nicht beeindruckt: Sie wählte bereits wieder die Notrufnummer und startete weitere Anrufversuche. Nun wollten die Beamten das Telefon beschlagnahmen. Die Frau wehrte sich und versuchte den Angaben zufolge, einer Polizeibeamtin mit der Faust gegen den Kopf zu schlagen. Sie unternahm überdies den Versuch, einen Polizeibeamten zu würgen, was ihr jedoch nicht gelang.
Daraufhin sollte die Frau vorläufig festgenommen und ihr Handschellen angelegt werden. Auch dagegen wehrte sich die Frau – mit Tritten und mit Schlägen, zudem spuckte sie nach den Einsatzkräften. Erst nachdem weitere Beamte zur Unterstützung kamen, konnte die Frau vorläufig festgenommen werden. Gleichwohl beleidigte sie fortwährend die Einsatzkräfte. Sie wurde am Ende zum Polizeirevier Ditzingen gebracht und musste anschließend die Nacht in einer Gewahrsamseinrichtung verbringen.
Bei dem Einsatz in Gerlingen wurden drei Beamte leicht verletzt. Die 51-Jährige muss jetzt mit Strafanzeigen wegen Missbrauchs von Notrufen rechnen, wegen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, wegen Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung.
