Frau in Rutesheim überlistet: Vermeintliche Ärzte und Beamte am Telefon: Seniorin bezahlt Schockanruf teuer

Betrüger haben in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen versucht, mit schockierenden Geschichten an das Geld von Angerufenen zu kommen (Symbolbild).
dpa- Betrüger riefen am Dienstag in mehreren Orten der Kreise Böblingen und Ludwigsburg an.
- Sie gaben sich als Ärzte oder Beamte aus und forderten sofortige Zahlungen.
- In Rutesheim übergab eine Seniorin Bargeld und Münzen im vierstelligen Wert.
- Ein Bankmitarbeiter in Leonberg wurde misstrauisch – die Polizei wurde alarmiert.
- Die Ermittlungen dauern an, viele Angerufene legten auf oder konfrontierten die Täter.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Unbekannte Betrüger haben am Dienstag in der Zeit zwischen 12 und 16 Uhr versucht, durch sogenannte Schockanrufe Bargeld und Wertsachen zu erbeuten. Eine Frau aus Rutesheim fiel auf die dreiste Masche herein. Wie die Polizei mitteilt, gingen entsprechende Anrufe bei Bürgerinnen und Bürgern auch in Gerlingen, Sachsenheim, Marbach am Neckar, Böblingen, Renningen und Leonberg ein.
Die Anrufer gaben sich unter anderem als Ärzte verschiedener Krankenhäuser aus. Sie behaupteten, bei nahen Angehörigen sei Krebs diagnostiziert worden. Für eine lebensrettende Behandlung seien nun teure Medikamente aus der Schweiz erforderlich, die sofort bezahlt werden müssten.
In anderen Fällen gaben sich die Täter als Polizeibeamte oder andere Amtspersonen aus und behaupteten, ein Familienmitglied habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht und müsse in Haft. Nur die sofortige Zahlung einer Kaution könne die angebliche Festnahme verhindern.
Nach Angaben der Polizei reagierten die meisten Betroffenen bei diesen Anrufen besonnen. Sie erkannten die Betrugsmasche, legten auf oder konfrontierten die Anrufer mit ihrem Verdacht. Daraufhin beendeten die Täter die Gespräche. Eine betagte Frau aus Rutesheim glaubte jedoch, ihrer Schwiegertochter helfen zu müssen: Sie übergab einer unbekannten Abholerin Bargeld und Münzen im vierstelligen Wert.
Bankmitarbeiter in Leonberg verhindert weiteren Schaden
Ein weiterer Betrugsversuch konnte offenbar durch das umsichtige Handeln eines Bankmitarbeiters in Leonberg verhindert werden. Er wurde misstrauisch, als eine Seniorin Schmuck aus ihrem Schließfach holen wollte, weil ihre Tochter angeblich in einen schweren Unfall verwickelt gewesen sei. Der Mitarbeiter alarmierte die Polizei. Die Ermittlungen zu den Betrugsfällen dauern an.
