Fünf Fragen an die Kandidaten
: „Gegen ideologische Denkverbote und Abschottung“

Im Wahlkampf geht es nicht nur um Wirtschaft, Migration oder Wohnraum. Florian Toncar (FDP), der im Wahlkreis Böblingen antritt, setzt auf die Kraft und die Kreativität eines jeden einzelnen Menschen.
Von
Frederic Feicht
Stuttgart
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Florian Toncar

/Frank Ossenbrink

Was haben die Romanfigur Frodo Beutlin und Polizisten gemeinsam? Sie sind Vorbilder für Florian Toncar.

1. Was ist Ihr Herzensprojekt im Wahlkreis?

Unsere Autoindustrie muss bleiben, mitsamt den vielen Zulieferern und dem Maschinenbau. Daran hängt viel für zehntausende Familien in unserer Region. Daher bin ich für Technologieoffenheit statt dem Verbrennerverbot, für bezahlbare Energie für die Industrie statt ideologischen Denkverboten und für offene Exportmärkte statt Abschottung.

2. Wer ist Ihr Held - und warum?

Mir gefällt Frodo Beutlin aus „Der Herr der Ringe“. Er zeigt, dass jeder durch sein Handeln einen Unterschied machen kann. Im wirklichen Leben bewundere ich unsere Polizistinnen und Polizisten. Sie leisten Unermessliches aber werden zum Teil in unerträglicher Weise diffamiert. Sie verdienen Respekt, Rückhalt und Schutz durch Gesellschaft und Politik.

3. Was war Ihr größter Erfolg?

Wir haben im Finanzministerium Deutschland endlich wieder zu einem Ort für Start-ups gemacht. Die Finanzierung für junge Technologieunternehmen wurde massiv verbessert, Bürokratie abgebaut, die Gewinnung talentierter Nachwuchskräfte erleichtert. Und wir konnten Ursula von der Leyens Regulierungswahn gegenüber modernen Geschäftsmodellen ausbremsen.

4. Was war Ihre größte Niederlage?

Mein Projekt zur besseren Bekämpfung der Finanzkriminalität wurde leider von den Grünen verhindert, obwohl das Gesetz dazu inhaltlich fertig verhandelt war. Es diente als Verhandlungsmasse für verschiedene grüne Anliegen wie die Kindergrundsicherung und kam am Ende gar nicht mehr. So werden viele kriminelle Aktivitäten weiter unentdeckt bleiben.

5. Was hat Sie bewogen, in die Politik zu gehen?

Wir sollten nicht bei jedem Problem nach dem Staat rufen und versuchen, es mit Steuergeld oder neuen Gesetzen zu lösen. Stattdessen sollten wir mehr auf Fleiß, Ideenreichtum und Leistungsbereitschaft jedes Einzelnen setzen. Um diesen Grundgedanken geht es. Der war und ist in der deutschen Politik zu schwach vertreten.

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