Hitze bringt Helfer ans Limit: Feuerwehr Ditzingen am Samstag im Dauereinsatz

Feuerwehr Ditzingen im Dauereinsatz: Hier spielt ein überhitzter Brandmelder verrückt.
Feuerwehr Ditzingen- Ditzinger Feuerwehr im Dauereinsatz: Hitze sorgt für mehrere Einsätze ohne Brände.
- Früh am Samstag wurde eine Fledermaus aus einer Wohnung hinausgeleitet.
- Am Nachmittag bis knapp 40 Grad: drei Einsätze wegen versagender Technik.
- Heimerdingen: überhitzter Rauch-Wärmemelder im Dachfirst, Temperatur auf 70 Grad.
- Gerlingen und Hirschlander Straße: defekter Solarthermie-Kollektor und überhitztes Kühlaggregat.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In den frühen Morgenstunden des Samstags musste die Ditzinger Feuerwehr eine Fledermaus aus einem Wohnraum hinausgeleiten. Doch auch nach diesem eher skurrilen Vorfall war für die Brandschützer noch lange nicht Schluss. Sie mussten am Samstagnachmittag bei Temperaturen bis knapp unter 40 Grad in kürzester Zeit zu drei hitzebedingten Einsätzen ausrücken. Dabei hatten jeweils aufgrund der Hitze verschiedene technische Geräte versagt, Brände waren nicht ausgebrochen. „Für die eingesetzten Einsatzkräfte kam es zu einer mehrstündigen Maximalbelastung, die glücklicherweise ohne gesundheitliche Folgen blieb“, fasst Feuerwehr-Pressesprecher Andreas Häcker zusammen.
Überhitzter Brandmelder, defekter Solarthermie-Kollektor
Gegen 14.47 Uhr löste die Brandmeldeanlage eines Gebäudekomplexes im Heimerdinger Industriegebiet einen Alarm für die Feuerwehr aus. Verursacht hatte dies ein Melder im gläsernen Dachfirst des Gebäudes. Zwar gab es kein Schadensfeuer. „Durch die heiße Luft und die direkte Sonneneinstrahlung hatte sich der Rauch-Wärmemelder jedoch auf knapp 70 Grad erhitzt“, so Häcker. Um die Temperatur zu senken, setzte die Feuerwehr einen Drucklüfter ein und schaffte mit einer Plane einen provisorischen Schutz vor weiterer Sonneneinstrahlung.
Auf der Rückfahrt des Einsatzes in Heimerdingen meldete die Integrierte Leitstelle um 16.17 Uhr Qualm im Dachbereich eines Mehrfamilienhauses in Gerlingen. Kommandowagen und Hilfeleistungslöschfahrzeug machten sich daraufhin zur Unterstützung in die dortige Jakobstraße auf. „Bei der Erkundung über die Drehleiter konnte ausströmender Dampf aus der Leitung eines Solarthermie-Kollektors als Ursache festgestellt werden“, so Häcker. Ein Schadensfeuer sei rasch ausgeschlossen gewesen. Für weitere Maßnahmen habe man die Hausbewohner an eine Fachfirma verwiesen.
Hitze: Im Burger-Restaurant spielt der Brandmelder verrückt
Unmittelbar nach dem Einsatz in Gerlingen alarmierte die Leitstelle zur Brandnachschau in einem Burger-Restaurant in der Hirschlander Straße. Ein piepsender Rauchwarnmelder hatte dort die Betreiber des Restaurants aufgeschreckt - ausgelöst wurde er offensichtlich vom völlig überhitzten Kühlaggregat eines Kühlschranks. „Das Gerät wurde vom Stromnetz genommen, nach Kontrolle mit der Wärmebildkamera waren keine weiteren Einsatzmaßnahmen erforderlich“, berichtet Andreas Häcker.
Ein Großteil der Feuerwehrangehörigen sei bei der extremen Hitze damit über zweieinhalb Stunden durchgehend im Einsatz gewesen. „Außer beträchtlichen Flüssigkeitsverlusten und erhöhten Körpertemperaturen blieben alle eingesetzten Kräfte zum Glück unversehrt“, fasst Häcker zusammen.