Kontrollen bei Leonberg
: „Rennstrecke“ nicht übertrieben – Biker rasen immer wieder im Mahdental

Die Polizei geht gegen die anhaltende Raserei im Mahdental vor. Zwei junge Männer verlieren nach einer Verfolgungsjagd mit massiven Überschreitungen sofort ihre Führerscheine.
Von
Julia Grinschgl
Leonberg
PRODUKTION - 27.06.2024, Baden-Württemberg, Forbach: Ein Polizist steht neben einer Motorradfahrerin und ihrem Motorrad. Der Verkehrsdienst des Polizeipräsidiums Offenburg führt auf Motorrad-Schwerpunktstrecken Kontrollen durch, am 27.06.2024 zum ersten Mal unter Beteiligung der französischen Gendarmerie. (zu dpa: «Polizei kontrolliert bei Motorrädern auch Lärmpegel») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Bürgerhinweis löste verstärkte Kontrollen im Mahdental aus. Die Bilanz der Beamten zeigt, wie rücksichtslos einzelne Fahrer die kurvige Strecke am Glemseck nutzen. (Symbolbild)

dpa
  • Polizei intensiviert Kontrollen auf der L 1187 zwischen Glemseck und Stuttgart-Büsnau.
  • Zwei junge Motorradfahrer lieferten sich Verfolgungsjagden – Führerscheine beschlagnahmt.
  • Ein 21-Jähriger floh trotz Blaulicht, fuhr weit über 100 km/h und hatte eine erloschene Betriebserlaubnis.
  • Ein 19-Jähriger überschritt Tempo um rund 100 km/h und überholte riskant, auch er wurde gestoppt.
  • Hintergrund ist ein Bürgerhinweis – weitere Kontrollen von Polizei und Stadt Leonberg angekündigt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zwei Motorradfahrer haben auf der Landesstraße 1187 zwischen dem Glemseck und Stuttgart-Büsnau verbotene Kraftfahrzeugrennen ausgetragen – in beiden Fällen beschlagnahmte die Polizei den Führerschein der Fahrer.

Den ersten Fall registrierten Beamte am Montag gegen 20.20 Uhr: Ein 21-jähriger KTM-Fahrer überholte in unübersichtlichen Kurven mehrere vorausfahrende Fahrzeuge und dürfte bei erlaubten 50 beziehungsweise 60 Stundenkilombetern auf weit über 100 Sachen beschleunigt haben. Als die Streife Blaulicht und Martinshorn einschaltete, ergriff er die Flucht. Erst im Kreisverkehr bei Büsnau gelang es den Einsatzkräften, ihn zu stoppen. Neben dem Vorwurf des verbotenen Kraftfahrzeugrennens stellten die Beamten fest, dass die Betriebserlaubnis der KTM aufgrund verschiedener Veränderungen am Fahrzeug erloschen war. Der Führerschein des 21-Jährigen wurde beschlagnahmt.

Ähnlich verhielt sich ein 19-jähriger Ducati-Fahrer am darauffolgenden Mittwoch gegen 20 Uhr. Er fiel Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Stuttgart auf, als er ebenfalls mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der L 1187 unterwegs war. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf, woraufhin der 19-Jährige am Kreisverkehr bei Büsnau wendete und floh. Dabei überschritt er die Höchstgeschwindigkeit um rund 100 km/h und überholte Radfahrende, ein Motorrad sowie zwei Autos. Auf Höhe einer Verkehrsübungsanlage hielten ihn die Beamten schließlich an. Auch sein Führerschein wurde beschlagnahmt, und er muss sich wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens verantworten, wie die Polizei mitteilte.

Die beiden Fälle sind laut Polizei keine Einzelfälle. Bei weiteren Kontrollen am 19. und 20. August stellten die Beamten fest, dass viele Motorradfahrer es auf der Strecke rund um das Glemseck mit den Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht genau nehmen. Zwei Fahrern droht ein Fahrverbot, vier weitere Verstöße wegen Überschreitungen von bis zu 40 Stundenkilometern wurden geahndet. Hinzu kamen Verstöße wegen abgefahrener Reifen und unerlaubter Überholmanöver.

StZ Leonberg-Strohgäu
Montag - Samstag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus Leonberg, dem Strohgäu und Umgebung im kompakten Überblick: Von Montag bis Samstag schicken wir Ihnen unseren Newsletter mit den fünf beliebtesten Themen unserer Leserinnen und Leser in Ihr E-Mail-Postfach. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Hintergrund der verstärkten Kontrollen ist ein Bürgerhinweis, dem zufolge die Strecke zwischen dem Glemseck und Stuttgart-Büsnau von einzelnen Motorradfahrern als Rennstrecke genutzt wird. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg und die Stadt Leonberg kündigten an, die Kontrollen bis auf Weiteres fortzusetzen.