Neues Leonberger Netzwerk
: Großes Interesse: Kräfte bündeln für gesellschaftliche Teilhabe in Leonberg

Mehr als 100 Leonbergerinnen und Leonberger waren beim Gründungstreffen eines besonderen Netzwerks im Albert-Schweitzer-Gymnasium dabei. Diese Art der Kooperation ist neu in der Stadt.
Von
Marius Venturini
Leonberg
Eine Gruppe von Kollegen im Gespräch: ILLUSTRATION - Für mehr Sichtbarkeit: Wer im Meeting früh das Wort ergreift, hat noch die volle Aufmerksamkeit der Teilnehmenden. (zu dpa: «Warum Fleiß allein nicht reicht: Wie Sie sich im Job abheben») Foto: Zacharie Scheurer/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Arbeitsgruppen sollen das Herz des neuen Leonberger Netzwerks für gesellschaftliche Teilhabe sein.

dpa
  • In Leonberg entsteht ein Netzwerk für gesellschaftliche Teilhabe mit über 100 Teilnehmenden.
  • Ziel ist das Bündeln von Kräften, mehr Transparenz und gemeinsame Projekte – statt Konkurrenz.
  • Struktur: Plenum, Arbeitsgruppen und eine Steuerungsgruppe als zentrale Ansprechstelle.
  • Die Plattform ist online, Beitritt ist kostenfrei nach Beitrittserklärung und Freischaltung.
  • Erstes Treffen mit Bildung der Steuerungsgruppe ist am 30. November geplant.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Leonberger Vereine, Initiativen, Einrichtungen, Religionsgemeinschaften und die Stadtverwaltung haben ein gemeinsames Netzwerk für gesellschaftliche Teilhabe in Leonberg gegründet. „Ziel ist, Kräfte zu bündeln, vorhandene Angebote besser zu verknüpfen und gemeinsame Vorhaben anzustoßen“, fasst die Stadt zusammen. Dafür hatten sich mehr als 100 Leonbergerinnen und Leonberger im Atrium des Albert-Schweitzer-Gymnasiums eingefunden.

Die Netzwerkkoordinatorin und Moderatorin der Veranstaltung, Wiebke Hebold, sprach von einem besonderen Abend. In der Folge prägten Neugier und Offenheit die Atmosphäre. Das gemeinsame Vorhaben stieß auf großes Interesse. Denn viele Akteure stehen vor ähnlichen Fragen: Wie finden wir Ehrenamtliche? Wie sichern wir unsere Angebote? Wie bleiben wir handlungsfähig, wenn die finanziellen Spielräume enger werden?

Netzwerk „als Gegenpol zu Konkurrenz und Abschottung“

Florian Streib, Amtsleiter für Kultur und Sport, beschreibt das Netzwerk als bewussten Impuls für Öffnung, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung – und somit als Gegenpol zu Konkurrenz und Abschottung. Neben bestehenden Kooperationen ist diese Vernetzung über alle Bereiche hinweg neu. Die Idee entstand im Sommer 2025 in einem kleinen Kreis von Akteuren. Eine größer angelegte Umfrage und mehrere Gesprächsrunden führten zum jetzigen Angebot. Leonbergs Oberbürgermeister Tobias Degode betonte: „Vertrauen entsteht nicht von allein. Es entsteht, wo Menschen erleben, dass etwas funktioniert.“ Die Verwaltung könne den Rahmen geben und Brücken bauen. Mit Leben füllen müssten es die Menschen, die vor Ort arbeiten.

Das neue Leonberger Netzwerk läuft über eine digitale Plattform und verfolgt vier Ziele:

Leonberg

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  • mehr Transparenz bei Ansprechpartnern und Angeboten
  • klare Strukturen für gemeinsame Projekte und dokumentierte Erfolge
  • Kooperationen und Ressourcenbündelung
  • abgestimmtes Vorgehen sowie die Sichtbarkeit des Engagements in der Stadt.

Anke Wagner, Amtsleiterin für Jugend, Familie und Schule, erklärte die drei Ebenen des Netzwerks: Im Plenum treffen sich demnach alle Mitglieder mindestens einmal im Jahr und tauschen sich aus. Arbeitsgruppen erarbeiten Maßnahmen zu selbst gesetzten Fragestellungen. Die Steuerungsgruppe ist die zentrale Ansprechstelle nach außen und bereitet die Berichte aus den Arbeitsgruppen auf. Das erste Netzwerktreffen für alle Mitglieder mit Bildung der Steuerungsgruppe ist für den 30. November geplant. Nach zwei Jahren wird das Netzwerk evaluiert.

Gemeinschaft, Bildung, Integration und Inklusion im Fokus

Das Netzwerk fördert gesellschaftliche Teilhabe in Leonberg durch enge Zusammenarbeit lokaler Akteure. Es will Gemeinschaft, Bildung, Integration und Inklusion stärken und so den sozialen Zusammenhalt in der Stadt fördern. Beim Gründungstreffen sprachen auch Hannes Schuster, stellvertretender Geschäftsführer der Allianz für Beteiligung, und Veronika Kienzle aus dem Referat Bürger- und Jugendbeteiligung des Staatsministeriums über die Bedeutung eines solchen Netzwerks. Es könne helfen, die Aufgaben und die Last auf mehrere Schultern zu verteilen. Die Gäste des Abends kamen bereits in einen Austausch und entwickelten erste konkrete Ideen.

Neues Netzwerk

So geht's Der kostenfreie Beitritt erfolgt über eine Beitrittserklärung, mit der sich die Institution zu den Grundsätzen des Netzwerks für gesellschaftliche Teilhabe bekennt. Nach Eingang schaltet die Netzwerkkoordination das Mitglied frei.

Weitere Informationen Die Plattform und das Grundlagendokument sind online unter www.netzwerk-teilhabe-leonberg.de abrufbar. Fragen beantwortet die Netzwerkkoordinatorin Wiebke Hebold telefonisch unter 07152/9902428 oder per E-Mail an teilhabe-netzwerk@leonberg.de.