„Rutesheim Rocks“: Rock, Jazz, Neue Deutsche Welle: sechs Bands beim neuen alten Festival

Mattheo & die Bringer (oben) und Irgend: zwei der sechs Bands, die bei „Rutesheim Rocks" auftreten.
privat- „Rutesheim Rocks“ findet am Freitag und Samstag in der Festhalle statt – Eintritt frei.
- Sechs Bands treten auf, das Festival ging aus „End of Summer“ hervor.
- Freitag ab 18 Uhr: Wired Beans, Keine Schönheit und als Headliner Gracefire.
- Samstag ab 18 Uhr: Carla Öhmd Jazz Group, danach Irgend, zuletzt Mattheo & die Bringer.
- Das Kulturforum organisiert, Spenden sind willkommen und Ehrenamtliche helfen mit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Rutesheim wird am Wochenende zwei Tage lang gerockt. Wobei sich das Programm von „Rutesheim Rocks“ nun wirklich nicht nur auf die namensgebende Gitarrenmusik beschränkt. „Es soll für jeden was dabei sein“, sagt Matthias Bauersachs. Der 52-Jährige ist im Lenkungskreis des Rutesheimer Kulturforums maßgeblich für den Bereich Musik verantwortlich. Somit weiß er auch genau, was am Freitag und Samstag in der Festhalle im Mieminger Weg 2 abgeht.
Sechs Bands spielen bei dem Festival, das aus der Veranstaltung „End of Summer“ hervorgegangen ist. „Das war im vergangenen Jahr der erste Ballon“, sagt Bauersachs. Er erinnert sich daran, dass damals aufgrund des Wetters ziemlich hektisch umgeplant werden musste. Denn ursprünglich hätten die Konzerte zum Ende des Sommers auf dem Rathausplatz steigen sollen – und wurden dann in einer Hau-Ruck-Aktion in die Festhalle verlegt.
Diesmal ist kein Open Air geplant – es geht gleich in die Festhalle
Für dieses Jahr steht die Halle schon lange als Veranstaltungsort fest. „Auch wenn das Wetter am Wochenende ja super werden soll“, sagt Matthias Bauersachs. „Aber so haben wir von Anfang an das, was wir für die Location brauchen, und können ganz gemütlich aufbauen.“
Aber wer spielt denn nun bei „Rutesheim Rocks“? Den Auftakt machen am Freitag um 18 Uhr die jungen Senkrechtstarter der Wired Beans. Bauersachs bezeichnet sie als „beste und coolste Nachwuchsband der Region“. Bluesballaden gibt's bei ihnen genau so wie Hardrockriffs. Die Combo war 2025 bereits Teil des „End of Summer“-Festivals und ist in den vergangenen Monaten fester Bestandteil der hiesigen Live-Landschaft geworden.
Weiter geht es nicht weniger schwungvoll mit Keine Schönheit und ihrem Akustik-Folk-Pop. Auch sie waren im vergangenen Jahr bereits mit von der Partie. Kenner sprechen von einer Mischung aus Irish Pub, Lagerfeuer und Stadionhymnen. Knackig wird es dann noch einmal beim Headliner Gracefire und ihrem energetischen Rock in Tradition der 1970er und 1980er-Jahre.
Am Samstag geht es um 18 Uhr mit der Carla Öhmd Jazz Group los. Die Band, die seit rund 30 Jahren unterwegs ist, hat im vergangenen Jahr für eine enorm gut gefüllte Festhalle gesorgt. Und als ob das Festival nicht ohnehin schon voller Highlights wäre, folgt im Anschluss die Band Irgend mit ihrer schrillen Verquickung von Neuer Deutscher Welle und Elektropop, von Glimmer, Gaga, Indie und abgedrehten Texten. Am Ende steht Matthias Bauersachs selbst auf der Bühne – mit seiner Band Mattheo & die Bringer. Das Motto: Straighte Gitarren, satte Grooves und Party-Riffs.
An beiden Festivaltagen ist der Eintritt kostenfrei
Keiner der beiden Festivaltage kostet Eintritt. „Großzügige Spenden sind aber natürlich willkommen“, sagt Bauersachs. Das Kulturforum wolle schließlich die Kultur fördern. „Mit eigener Musik“, wie er betont, „vom Rest gibt es schon genug.“ Damit das alles klappt, helfen die engagierten Ehrenamtlichen des Kulturforums tatkräftig mit – unter anderem am Getränkeausschank und an der Cocktailbar.
Ist „Rutesheim Rocks“ der endgültige Auftakt für ein eigenes Festival in der Stadt? „Ich hoffe, dass wir die neue Verwaltung damit überzeugen können“, sagt Matthias Bauersachs. Der Erfolg aus dem vergangenen Jahr könnte ihm bereits jetzt recht geben: Damals tummelten sich am Freitag rund 400, am Samstag sogar 500 Menschen in der Festhalle.
Kulturforum Rutesheim
Was ist das Kulturforum? „Die Mitwirkenden im Kulturforum haben sich zu einer losen Struktur unter dem Dach der Stadt Rutesheim zusammengefunden“, heißt es auf deren Internetseite. Man strebe einen Dialog mit allen Kunst- und Kulturschaffenden der Stadt an. „Dabei reicht die Bandbreite der Aktivitäten von der bildenden Kunst in Form von Malerei, Grafik, Skulptur, Fotografie über Musik, Tanz, Theater bis hin zur Literatur.“
