Stadtgeschichte Leonberg
: Wie hat sich Leonberg nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verändert?

Die Jahre nach 1945 haben Leonberg radikal verändert. Das Stadtarchiv beleuchtet in einer besonderen Veranstaltung, wie sich damals der Alltag gestaltete und die Stadt ein neues Gesicht bekam.
Von
Marius Venturini
Leonberg
Leonberg - KZ Gedenkstätte auf dem Engelberg im ehemalige Autobahntunnel

KZ-Gedenkstätte Leonberg: Auch das Konzentrationslager im alten Engelbergtunnel ist ein Teil der Stadtgeschichte.

Simon Granville
  • Stadtarchiv Leonberg lädt zu Veranstaltung über die Nachkriegszeit ein.
  • Termin: Mittwoch, 30. September, 18.30 bis etwa 20 Uhr im Haus der Begegnung.
  • Thema ist der Alltag nach 1945 – mit Fokus auf Stadtbild und Zusammenleben.
  • 1946 gehörten „Flüchtlinge, Evakuierte und Ausländer“ zu 31,2 Prozent der Bevölkerung.
  • Vorträge, Zeitzeugen und Material veranschaulichen Veränderungen – Eintritt ist frei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie hat sich Leonberg nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs verändert? Dieser Frage widmet sich eine Veranstaltung des Stadtarchivs Leonberg in Kooperation mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Leonberg am Mittwoch, 30. September, von 18.30 bis etwa 20 Uhr im Haus der Begegnung. Der Eintritt ist kostenfrei.

Mit dem Kriegsende stand der Landkreis Leonberg 1945 vor einer großen Herausforderung: Die Kommunen mussten „Flüchtlinge, Evakuierte und Ausländer“ unterbringen. Im Sommer 1946 machten diese Personengruppen 31,2 Prozent der Bevölkerung aus. Der hohe Anteil veränderte den Alltag in der Stadt und stellte Verwaltung wie Einwohnerschaft vor große Aufgaben.

Wie wurde die zusätzliche Bevölkerung untergebracht? Wie gestaltete sich das Zusammenleben zwischen Einheimischen und neu angekommenen Menschen? Und welche Folgen hatte die Entwicklung für das Stadtbild und die städtebauliche Entwicklung Leonbergs? Die Veranstaltung beantwortet diese Fragen und beleuchtet die Entwicklung Leonbergs in den 1950er-Jahren aus unterschiedlichen Perspektiven. Neben mehreren Vorträgen stehen Menschen, die diese Zeit miterlebt haben, sowie historisches Anschauungsmaterial im Fokus des Abends. Dadurch sollen die gesellschaftlichen und städtebaulichen Veränderungen jener Zeit anschaulich und nachvollziehbar werden.

„Die Nachkriegsjahre haben Leonberg nachhaltig geprägt. Viele Entwicklungen, die das Stadtbild und das Zusammenleben bis heute beeinflussen, haben in dieser Zeit ihren Anfang genommen“, sagt Anke Steck, die Leiterin des Stadtarchivs Leonberg. „Wir möchten Geschichte sichtbar machen und mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch kommen.“ Im Anschluss an die Vorträge besteht Gelegenheit, sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen und eigene Erinnerungen oder Familiengeschichten einzubringen.