Unternehmen MAS aus Leonberg: Einsatz von KI: „Wissen wird wertvoller, wenn es im ganzen Team zugänglich ist“

Künstliche Intelligenz, kurz KI, ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Auch Unternehmen wie MAS aus Leonberg nutzen sie im Arbeitsalltag.
Peter Steffen/dpa- MAS aus Leonberg zeigt auf der AMB, wie KI im Mittelstand praktisch funktioniert.
- Ein KI-Agent bündelt 50 Jahre Zerspanungswissen und macht es dem Team zugänglich.
- Vorträge „KI im Mittelstand: ohne Hype, mit Praxis“ laufen Dienstag bis Donnerstag um 11 und 14 Uhr.
- MAS beliefert Automobil-, Maschinenbau- und Medizinbranche und produziert Präzisionswerkzeuge.
- Der Mittelständler mit rund 80 Mitarbeitern präsentiert sich unter „Späne fallen. Lösungen bleiben“.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Aus dem einst kleinen Werkzeughandel im Familienheim haben Christian Schmigalla, seine Söhne Jochen und Steffen sowie die Mitarbeiter ein hoch spezialisiertes Unternehmen gemacht, das die Automobil-, Maschinenbau- und Medizinbranche beliefert und selbst Präzisionswerkzeuge produziert: MAS aus Leonberg ist jetzt 50 Jahre alt. Das Familienunternehmen können die Besucherinnen und Besucher bei der Internationalen Ausstellung für Metallbearbeitung, der AMB in Stuttgart, kennenlernen.
Auf dem Messegelände präsentiert sich der Mittelständler mit rund 80 Mitarbeitern vom 15. bis zum 19. September unter dem Leitsatz „Späne fallen. Lösungen bleiben“. MAS stehe für präzise Werkzeugsysteme, prozessnahe Beratung, tiefes Fertigungswissen und Lösungen, die sich im Alltag der Produktion bewähren.
Wie KI im Mittelstand funktioniert? Antworten gibt ein Vortrag
Nach eigenen Angaben agieren bei MAS die Mitarbeiter und Chefs auf Augenhöhe, agil, lösungsorientiert und der Zeit voraus – mit dem Einsatz einer firmeninternen Künstlichen Intelligenz. „Wissen wird wertvoller, wenn es nicht in einzelnen Köpfen hängt, sondern im ganzen Team zugänglich ist. KI wird bei MAS nicht als Risiko gesehen, sondern als kraftvoller Mitspieler“, sagt der Co-Geschäftsführer Jan-Henrik Schröter. Demnach bündelt ein KI-Agent das Wissen aus fünf Jahrzehnten Zerspanung und stellt es allen zur Verfügung. Wie genau? Darüber informiert MAS nächste Woche ebenfalls. Der Vortrag „KI im Mittelstand: ohne Hype, mit Praxis“ startet von Dienstag bis Donnerstag jeweils um 11 und um 14 Uhr in Halle 1 am Stand E11.
Der Aufstieg des Leonberger Unternehmens lief parallel zum Wachstum der Automobil- und Maschinenbaubranchen in der Region, die beliefert wurden. Der Außendienst vergrößerte sich, und der heimische Hobbykeller, in dem anno 1976 alles begonnen hatte, wurde ausgebaut. In den 1990er Jahren wurde es abermals zu eng; es folgte der Einzug in ein Firmengebäude in der Stadt.
Der große Durchbruch kam mit dem Kontakt zur japanischen Firma Sumitomo Electric, die damals mit Wendeplatten auf den deutschen Markt wollte. „Nach der ersten gemeinsamen Messe hat unsere Mutter für uns und die Mitarbeiter von Sumitomo daheim gekocht“, erzählt Jochen Schmigalla. „Das gemeinsame Essen nach Messen hat seither Tradition.“
Umsatz steigt, Unternehmen wächst

Blick zurück: Christian Schmigalla legte den Grundstein für das Leonberger Unternehmen in seinem Hobbykeller.
MAS LeonbergIn den folgenden Jahren stieg der Umsatz. Die Messen wurden größer, der japanische Hersteller wurde schließlich zum Weltkonzern und das Leonberger Unternehmen wuchs weiter. „Heute sind wir der stärkste Handelspartner von Sumitomo weltweit“, sagt Schmigalla. „Wir beliefern Firmen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und den USA.“
Die Fachmesse AMB stellt alle zwei Jahre die Höhepunkte der Metallbearbeitungsindustrie vor. Zur fünftägigen Veranstaltung gehört ein Rahmenprogramm mit Sonderschauen, Fachvorträgen zu Technologietrends und Einblicken in automatisierte Prozessketten.
