STZ+STZ+Neckarwestheim und Gemmrigheim
: Plötzlich bröckelt der Wohlstand im Atomdorf

Vor einem Jahr wurde das Atomkraftwerk in Neckarwestheim abgeschaltet. Ein Drittel des Werks sowie der Großteil des radioaktiven Mülls liegt in Gemmrigheim (Kreis Ludwigsburg). Und nun muss gespart werden.
Von
Julia Bosch
Ludwigsburg
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  • Keine Dampfwolke mehr: Seit einem Jahr produziert auch das letzte Kernkraftwerk in Baden-Württemberg keinen Strom mehr.

    Simon Granville
  • Das Atomkraftwerk in Neckarwestheim war das Letzte in Baden-Württemberg, das noch in Betrieb war. Am 15. April 2023 wurde der zweite Reaktor abgeschaltet.

    Simon Granville
  • Der erste Reaktor war bereits nach dem Nuklearunglück im japanischen Fukushima 2011 stillgelegt worden.

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  • Hier sieht man die Zufahrt zum Kernkraftwerk, wo derzeit der Rückbau läuft.

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  • Klaus Thiele hat von 1986 bis 2018 im AKW gearbeitet.

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  • Hier zeigt er seinen alten Mitarbeiterausweis der EnBW, die das Kernkraftwerk betreibt.

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  • In Gemmrigheim zeigt sich, dass die Atomenergie dem Ort auch zu Wohlstand verholfen hat.

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  • Gemmrigheims Bürgermeister, Jörg Frauhammer, hatte immer ein „unemotionales“ Verhältnis zum AKW. Die Frage nach dem nuklearen Müll sieht er aber kritisch.

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  • Schöne Häuser, viele Sitzgelegenheiten, starke Infrastruktur: Gemmrigheim hat keine 5000 Einwohner, doch bietet seinen Bewohnern viel.

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  • Durch die Abschaltung des AKW muss Gemmrigheim erstmals sparen. Denn die Gewerbesteuereinnahmen gehen stark zurück.

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  • Das AKW liegt zu rund zwei Drittel auf Neckarwestheimer Gemarkung, zu rund einem Drittel auf Gemmrigheimer Gemarkung.

    Simon Granville
  • Die Atomdörfer selbst liegen idyllisch zwischen Weinreben, Kartoffelfeldern und Streuobstwiesen.

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