Artenschutz im Kreis Ludwigsburg: „Für Igel kann das gefährlich werden“ – Mähroboter sollten nachts nicht fahren

Igel flüchten bei Gefahren nicht, sondern rollen sich zu einer Kugel. Das wird ihnen teils zum Verhängnis.
Armin Weigel/dpa- Landratsamt Ludwigsburg warnt: Mähroboter nachts und in der Dämmerung ausschalten.
- Igel sind nachtaktiv und rollen sich bei Gefahr ein – Roboter erkennen sie nicht immer.
- Messer der Geräte verursachen schwere Schnittverletzungen, oft mit tödlichen Folgen.
- Besonders gefährdet sind junge Igel im Spätsommer und Herbst auf Nahrungssuche.
- Empfehlung: Nur bei Tageslicht mähen, da Igel dann meist in ihren Verstecken bleiben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Das Landratsamt Ludwigsburg bittet Gartenbesitzer, ihre Mähroboter in den Abend-, Nacht- und Dämmerungsstunden abzuschalten. Es geht dabei um den Schutz der Igel, denn diese sind nachtaktive Tiere und gerade dann unterwegs, wenn die Geräte häufig im Einsatz sind.
Wenn im Garten die Dämmerung einsetzt, beginnt für den Igel der Tag. Er verlässt sein Versteck unter Hecken, Sträuchern oder dichtem Bewuchs und macht sich auf die Suche nach Käfern, Würmern und anderen kleinen Tieren. Gleichzeitig drehen in vielen Gärten automatische Mähroboter ihre Runden: „Für Igel kann das gefährlich werden – im schlimmsten Fall sogar tödlich.“
Mähroboter erkennen Igel nicht immer als Hindernis
Anders als viele andere Tiere flüchten Igel bei Gefahr nicht, erklärt das Landratsamt Ludwigsburg in einer Pressemitteilung. Sie rollen sich stattdessen zu einer Kugel zusammen und hoffen so auf Schutz. Ein Mähroboter erkennt einen Igel deshalb nicht immer als Hindernis und kann das Tier überrollen: „Die scharfen Messer können schwere Schnittverletzungen verursachen, die für die Tiere häufig tödlich enden.“
Besonders gefährdet sind junge Igel im Spätsommer und Herbst. Sie sind in dieser Zeit verstärkt auf Nahrungssuche, um sich die notwendigen Fettreserven für den Winter anzufressen. Ein sicherer Garten kann für sie deshalb überlebenswichtig sein.
Europäischer Igel steht auf der Vorwarnliste
Der beste Schutz ist laut Landratsamt daher ganz einfach: Mähroboter sollten so programmiert werden, dass sie nur bei Tageslicht mähen – also nach Sonnenaufgang und vor Sonnenuntergang. „Während dieser Zeit ziehen sich Igel in der Regel in ihre Verstecke zurück.“
Der Europäische Igel braucht Unterstützung. Seine Bestände gehen seit Jahren zurück, inzwischen steht er auf der Vorwarnliste der Nationalen Roten Liste gefährdeter Arten. Mit einer kleinen Änderung im eigenen Garten kann jeder dazu beitragen, die Tiere zu schützen: „Wer den Mähroboter nachts und in der Dämmerung ausschaltet, schafft damit einen sicheren Weg für den Igel auf seiner nächtlichen Nahrungssuche – und kann so helfen, Igelleben zu retten.“
