Ausschuss stimmt Beschluss zu
: Sternkreuzung soll einen dauerhaften Kreisverkehr bekommen

Seit 23 Jahren beschäftigen sich die Stadträte der Stadt Ludwigsburg mit der Sternkreuzung, einer der vielbefahrensten Knotenpunkte. Nun stimmt der Ausschuss dem dauerhaften Umbau zu einem Kreisverkehr zu.
Von
Anna-Sophie Kächele
Ludwigsburg
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Das Provisorium soll zu einer Dauerlösung werden – die Testphase hat sich bewährt.

Werner Kuhnle

Sie ist einer der wichtigsten Knotenpunkte der Stadt, liegt zwischen Blühendem Barock, Bärenwiese und Innenstadt und ist auch durch die Schlangenskulptur bestens bekannt bei den Ludwigsburgern. Nun soll nach einer zweijährigen Testphase aus dem vorläufigen ein dauerhafter Kreisverkehr werden. Am Donnerstagabend stimmte der Mobilitätsausschuss für den Umbau der Sternkreuzung. Was ist geplant?

Schlangenskulptur wird verrückt

Entstehen soll ein einspuriger Kreisverkehr mit einer Autospur und einem separaten Radring. Auf der Wilhelm, Schloss- und Schorndorfer Straße gibt es bevorrechtigte Busspuren, Fußgänger können alle zulaufenden Straßen über Zebrastreifen überqueren. Die Fußgängerunterführung in der Schorndorfer Straße wird verfüllt und zurückgebaut, die Schlangenskulptur ein Stück in Richtung Blühendes Barock verrückt.

Der Sockel der Schlangenskulptur müsste dann in die neue Kreismitte versetzt werden. Laut dem Künstler bleiben wichtige Sichtbeziehungen erhalten.

Foto: Simon Granville

Mit dem Bau eines Innenrings soll erreicht werden, dass Autofahrer die Geschwindigkeit drosseln müssen. Die rot markierte Radspur soll möglichst kreisnah liegen, damit sich Rad- und Autofahrer besser sehen. Zwischen der Radspur und den Fußgängerwegen werden Grünflächen gepflanzt und Bordsteine gesetzt. Die Sonderstreifen für Busse, die auch von Einsatzfahrzeugen genutzt werden, haben sich in der Testphase bewährt und sollen daher beibehalten werden.

Kosten wird der Bau 1,98 Millionen Euro, unter Abzug der Fördersumme bleibt ein Eigenanteil der Stadt von 200 000 Euro. Stimmt der Gemeinderat dem Beschluss zu, wird Pfingsten 2025 mit der Verfüllung der Unterführung und im Sommer 2025 mit dem Bau des Kreisverkehrs begonnen.

„Ein Stück Stadtgeschichte“

Christine Knoß (Grüne) nannte den Kreisverkehr ein „echtes Schmuckstück und städtebaulich eine Aufwertung“, Guido Passaro (CDU) befand ihn für „sehr gelungen aus Sicht der Fahrradfahrer“ und Nathanael Maier (SPD) sagte, es sei nun wichtig, auch im Blick auf die Verwaltungskosten einen Knopf dran zu kriegen. Kritisiert wurde der Plan von Jochen Eisele (FDP): „Das kann mir keiner erzählen, dass zumindest an zwei Stellen kein Platz für eine Rechtsabbiegerspur bleibt.“ So werde das ein Verflüssigungsverhinderungskreisel. Die FDP und AfD stimmten gegen die Beschlussvorlage, die anderen Parteien dafür. Es ist damit zu rechnen, dass der Gemeinderat den Umbau absegnet. Bürgermeister Sebastian Mannl sprach davon, mit der Entscheidung ein „bisschen Stadtgeschichte“ geschrieben zu haben.

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