Auswertung von Patientenzahlen
: Entgegen dem Trend – Zahl der Herzinfarkte im Kreis Ludwigsburg steigt

Während die Zahlen in Deutschland und Baden-Württemberg sinken, ist in der Region gegenüber den Vorjahren ein Plus zu verzeichnen.
Von
Andreas Hennings
Ludwigsburg
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Hitze erhöht das Herzinfarktrisiko.

Imago/Zoonar

Laut einer aktuellen Auswertung von Versichertendaten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) ist die Zahl der Herzinfarkte in Deutschland und Baden-Württemberg rückläufig. Nicht so jedoch im Kreis Ludwigsburg. Das teilt die AOK Ludwigsburg-Rems-Murr mit.

In Deutschland wurden demnach 2024 rund 185.400 stationär behandelte Herzinfarkte dokumentiert. Das entspricht 320 Fällen je 100.000 Personen ab dem 30. Lebensjahr. 2017 waren es noch 390 Fälle, ein Rückgang um 18 Prozent.

In Baden-Württemberg beträgt das Minus der Fälle je 100.000 Personen sogar 19 Prozent. 2017 waren es 370 Fälle und 2024 nur noch 300. Das Land liegt damit laut der Mitteilung zusammen mit Bayern, Hamburg und Schleswig-Holstein hinter Sachsen, das als Spitzenreiter 270 Fälle aufweist. Schlusslicht ist Bremen (370).

Höchstwert stammt von 2019

Den Kreis Ludwigsburg betreffend gab es 2024 gerundet 380 stationär behandelte Herzinfarktfälle je 100.000 Menschen – 80 mehr als im Landesschnitt. 2017 waren es 360, was beinahe dem Landesschnitt entsprach. Entgegen dem allgemeinen Trend haben sich die Zahlen somit um 5,6 Prozent erhöht. 2019 lag der zwischenzeitliche Höchstwert bei 420.

Die Vulkaneifel (630) in Rheinland-Pfalz schneidet im Ranking der Landkreise am schlechtesten und Rosenheim (190) in Bayern am besten ab. Der allgemein positive Trend dürfte mit Lebensstiländerungen wie Rauchverzicht und einer verbesserten medizinischen Behandlung der Risikofaktoren für Herzinfarkte zusammenhängen.

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