Beteiligung an neuen Projekt
: Wohin im Krankheitsfall? Kreis Ludwigsburg möchte Orientierung stärken

Viele Menschen wissen nicht, an wen sie sich wenden sollen, wenn sie krank werden. Ein Projekt von sieben Stadt- und Landkreisen, darunter dem Kreis Ludwigsburg, soll das ändern.
Von
Andreas Hennings
Kreis Ludwigsburg
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Ludwigsburg - Klinikum bei Nacht

Wann ist die Notaufnahme in Ludwigsburg die richtige Anlaufstelle?

Simon Granville
  • Neues Projekt „Navi-G“ soll Orientierung im Gesundheitssystem verbessern – Start im Juli.
  • Sieben Städte und Kreise machen mit, darunter Ludwigsburg, Stuttgart und Heilbronn.
  • Hintergrund: Viele wissen nicht, ob Notaufnahme, Hausarzt oder Krisenhilfe zuständig ist.
  • Beteiligte ermitteln Hürden im Alltag und entwickeln praxistaugliche Hilfen für Stadt und Land.
  • Finanziert vom Landesministerium für Soziales, Gesundheit und Integration bis Ende 2028.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Rund 80 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg haben laut einer Studie Schwierigkeiten, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden. Oft ist unklar, wann der Weg in die Notaufnahme nötig ist, wann Hausärztin oder -arzt ausreichen oder wo es im Krisenfall schnelle medizinische Hilfe gibt. Erhebungen zeigen zudem, dass sich vor allem Menschen mit niedrigem Bildungsniveau, niedrigem Sozialstatus und eingeschränkten finanziellen Ressourcen schlecht im Gesundheitssystem orientieren können.

Hier setzt das Projekt „Navi-G – Kreisübergreifende Stärkung der navigationalen Gesundheitskompetenz in urbanen und ländlichen Räumen“ an, das im Juli gestartet ist. Das Ziel: Die Orientierung im Gesundheitssystem für alle Bürger zu verbessern. Beteiligt sind neben dem Landratsamt Ludwigsburg auch die Landeshauptstadt Stuttgart, der Landkreis Lörrach, das Landratsamt Heilbronn, die Stadt Heilbronn, das Landratsamt Esslingen und das Landratsamt Emmendingen.

Gemeinsam untersuchen die Stadt- und Landkreise laut einer Mitteilung zunächst, wo im Alltag die größten Hürden liegen. Auf dieser Grundlage entwickeln die Beteiligten konkrete Hilfen. Die Lösungen sollen sowohl im urbanen als auch im ländlichen Raum funktionieren.

Zusammenarbeit mit anderen Städten und Kreisen

„Wir engagieren uns in diesem Projekt als verlässlicher Partner, weil wir den Menschen im Landkreis Ludwigsburg den Zugang zu passenden Gesundheits-, Hilfs- und Beratungsangeboten erleichtern wollen. Unsere Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlichen Lebenslagen sollen schnell und unkompliziert die Unterstützung bekommen, die sie benötigen“, sagt Dr. Karlin Stark, Gesundheitsdezernentin des Landratsamts Ludwigsburg. Besonders wichtig sei dabei die enge Zusammenarbeit mit anderen Kreisen und Städten in Baden-Württemberg. „So können Erfahrungen und Kompetenzen gebündelt werden, um unsere Gesundheitsversorgung nachhaltig zu verbessern.“

StZ Kreis Ludwigsburg
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Das Vorhaben wird durch das Landesministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Mitteln des Paktes für den Öffentlichen Gesundheitsdienst finanziert und bis Ende 2028 umgesetzt. Es soll städtische und ländliche Perspektiven verbinden und einen Rahmen schaffen, in dem Erfahrungen gebündelt und praktikable Lösungen über Kreisgrenzen hinweg nutzbar gemacht werden. Begleitet wird das Vorhaben durch eine Evaluation. Die Ergebnisse sollen nicht nur den beteiligten Kreisen zugutekommen, sondern auch auf weitere Regionen übertragbar sein.