Betrugsmaschen im Kreis Ludwigsburg: Falsche Liebe und Goldankauf – Polizei warnt vor hohen Verlusten

Teilweise täuschen Betrüge ganze Liebesbeziehungen vor, um sich an ihrem Opfer zu bereichern (Symbolbild).
Sebastian Gollnow/dpa- Polizei warnt im Kreis Ludwigsburg vor neuen Betrugsmaschen und hohen Geldverlusten.
- Ein 86-Jähriger verlor fünfstellig nach Investitionen in vermeintliche Edelmetalle.
- Love-Scamming: Eine 68-Jährige zahlte über Zeit hohe Summen an angeblichen Partner.
- Bankmitarbeiterin stoppte weitere Überweisungen und alarmierte die Polizei.
- Falsche Hardwarewallet-Briefe zielen auf Seedphrases – ein Fall aus dem Kreis Böblingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Immer wieder versuchen Betrüger, ihre Opfer auf unterschiedliche Art und Weise um ihr Vermögen zu bringen. Bereits seit Jahren sind etwa Betrugsmaschen mit falschen Polizisten oder angeblichen Staatsanwälten bekannt. Auch sogenannte Schockanrufe wegen angeblicher schwerer Unfälle oder medizinischer Notfälle von Angehörigen sind nicht neu, führen aber dennoch immer wieder dazu, dass die Angerufenen teils hohe Summen an die Betrüger verlieren. Das Polizeipräsidium Ludwigsburg stellt nun drei weitere Betrugsarten vor, die aktuell im Umlauf sind.
Gewinne durch Edelmetall und Rohstoffe?
Eine fünfstellige Summe verlor beispielsweise ein 86-Jähriger aus dem Landkreis Ludwigsburg bei einem Anlagebetrug: Der Senior war auf eine Anzeige im Internet gestoßen, über die ein angebliches Unternehmen aus der Schweiz hohe Gewinne durch Investitionen in Edelmetalle und Rohstoffe versprach. Der 86-Jährige eröffnete ein Konto, zahlte Geld ein und schloss auf Drängen des vermeintlichen Anlageberaters noch eine Versicherung über die Gewinne seines Investments ab. Als er jedoch immer weitere Zahlungen leisten sollte, wurde der Senior zwar letztlich doch misstrauisch, hatte aber bereits sein investiertes Kapital verloren.
Ebenfalls aus dem Kreis Ludwigsburg stammt eine 68-Jährige, die einem Love-Scamming aufsaß, also einem Betrug mit vorgetäuschter Liebe. Die Frau hatte im Internet vermeintlich einen Mann kennengelernt und sich in ihn verliebt. Tatsächlich handelte es sich aber um Betrüger, die es auf Geld abgesehen hatten. Über einen längeren Zeitraum hinweg täuschten diese verschiedene Notlagen, Unfälle oder finanzielle Engpässe vor, wodurch ein hoher fünfstelliger Betrag den Besitzer wechselte. Lediglich dem umsichtigen Handeln einer Bankmitarbeiterin ist es zu verdanken, dass die 68-Jährige nicht noch mehr Geld verlor. Sie hatte aufgrund der vielen Überweisungen auf ausländische Konten Verdacht geschöpft und im Endeffekt die Polizei hinzugezogen.
Kryptowährungen im Fokus
Auf Nutzer von Kryptowährungen haben es Betrüger zudem aktuell mit einer ganz besonderen Masche abgesehen. Per Post werden gefälschte, aber täuschend echt aussehende Briefe eines französischen Technologieunternehmens versandt, welches sogenannte Hardwarewallets für digitale Währungen anbietet. In dem Schreiben werden die Kunden dazu aufgefordert, ihre Wallets speziell abzusichern. Hierfür soll ein QR-Code gescannt werden, der auf eine ebenfalls äußerst professionell erstellte Fake-Website führt.
Dort wiederum sollen die Kunden zur Aktualisierung der Sicherheitsvorkehrungen ihre sogenannte Seedphrase eingeben. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um eine Art Passwort, über das die Betrüger Zugriff auf die Hardwarewallets erhalten und die darin befindlichen Kryptowerte beliebig weitertransferieren können. Bislang ist zu dieser Betrugsmasche lediglich ein Fall aus dem Landkreis Böblingen bekannt. Durch die täuschend echt aussehenden Briefe und Internetseiten ist aber nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Fällen kommen könnte.
