Bietigheim-Bissingen: Die günstigste Park-Stadt der Region schwenkt um

Mit 10 Cent pro Stunde gilt Bietigheim als günstigste Park-Stadt der Region – das wird sich wohl ändern.
Andreas Rosar- Bietigheim-Bissingen plant höhere Parkgebühren und kürzere Parkzeiten ab 2027.
- Innenstadt: 2 Euro pro Stunde, max. 2 Stunden – erste 30 Minuten gebührenfrei.
- Innenstadtnah: 1 Euro pro Stunde, max. 3 Stunden, ebenfalls 30 Minuten frei.
- Parkhäuser künftig 1 Euro pro Stunde, nachts 50 Cent; bisher 10 Cent pro Stunde.
- Bewohnerparken in mehreren Zonen, Ausweise 100 Euro pro Jahr; höhere Grund- und Gewerbesteuer.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Geht es nach der Stadtverwaltung von Bietigheim-Bissingen, müssen Bürger und Besucher fürs Parken bald tiefer in die Tasche greifen. Für die Gemeinderatssitzung am kommenden Montag, in der auch der Haushaltsplan für 2027 eingebracht werden soll, legt sie ein Paket aus neuen Parkgebühren und höheren Grund- und Gewerbesteuern vor.
Mit den Parkgebühren und einer begrenzten Höchstparkdauer sollen Parkflächen rund um die Innenstadt, darunter die Holzgartenstraße und die Talstraße, bewirtschaftet werden. Damit wolle die Stadt den Parksuchverkehr reduzieren und Autofahrer an den Kosten der städtischen Parkierungsanlagen beteiligen, erklärt Erster Bürgermeister Michael Hanus in der Ratsvorlage. Zugleich solle der Umstieg auf den Umweltverbund aus öffentlichem Nahverkehr, Rad- und Fußverkehr gefördert werden.
Zwei Euro pro Stunde in der Innenstadt
Zentrumsnahe Parkplätze sollen künftig werktags von 9 bis 18 Uhr gebührenpflichtig sein. Vorgesehen sind zwei Euro je 60 Minuten bei einer Höchstparkdauer von zwei Stunden. Abgerechnet werden soll im 15-Minuten-Takt. Die erste halbe Stunde bleibt über eine sogenannte „Brötchentaste“ gebührenfrei.
Auf innenstadtnahen Parkplätzen wie dem Mühlwiesenparkplatz und dem Parkplatz am Japangarten soll werktags von 9 bis 18 Uhr ein Euro je 60 Minuten fällig werden. Hier ist eine Höchstparkdauer von drei Stunden vorgesehen. Auch dort soll im 15-Minuten-Takt abgerechnet werden, die erste halbe Stunde bleibt gebührenfrei. Ausgenommen ist der Parkplatz nördlich der Mühlwiesenstraße am dortigen Einkaufszentrum.
Zudem sollen die Gebühren in allen städtischen Parkhäusern auf einen Euro je 60 Minuten steigen. Zwischen 18 und 9 Uhr sollen 50 Cent je 60 Minuten fällig werden. Aktuell kostet die Stunde nur 10 Cent – was bereits überregional für Schlagzeilen sorgte. Sämtliche neuen Parkregeln sollen zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.
Die Aktiven Unternehmer in Bietigheim-Bissingen hatten sich in einer Stellungnahme für eine maßvolle Einführung und Anpassung der Parkgebühren ausgesprochen. Als Beispiel nannten sie bis zu 50 Cent pro Stunde.
Parkplätze für Beschäftigte
Zunächst gebührenfrei bleiben sollen der Parkplatz am Viadukt, der Parkplatz Farbstraße West und der „Schotterparkplatz“ in der Talstraße. Sie sollen insbesondere Beschäftigten in der Innenstadt zur Verfügung stehen. Vorgesehen ist dort eine Parkscheibenpflicht mit einer Höchstparkdauer von zehn Stunden.
Um Ausweichverkehr in Wohngebiete zu verhindern, plant die Stadt in den Zonen Innenstadt, Besigheimer Straße und Forsthausstraße Bewohnerparken. Ein Bewohnerparkausweis für ein Jahr soll 100 Euro kosten.
Zur Stabilisierung der angespannten Finanzlage sollen auch die Gewerbesteuer und die Grundsteuer erhöht werden. Die Steuererhöhungen sollen ebenfalls ab 2027 gelten, sofern der Gemeinderat zustimmt.
