Bundesweiter Warntag: „Kein Grund zur Sorge“ – Kreis Ludwigsburg probt den Ernstfall

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wird auch verschiedene Warn-Apps auslösen (Symbolbild).
dpa- Am 10. September um 11 Uhr testet der Landkreis Ludwigsburg die Warn-Infrastruktur.
- Über 130 Sirenen heulen, zusätzlich laufen Warn-Apps und Meldungen über Rundfunk.
- Signal Eine Minute Heulton warnt vor Gefahr – um 11.45 Uhr folgt Entwarnung mit Dauerton.
- Vier Städte haben keine Sirenen, dort warnen Lautsprecherwagen, NINA und Cell Broadcast.
- Cell Broadcast sendet Push-Nachrichten, jedoch ohne Entwarnung; Umfrage startet ab 11 Uhr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn im Landkreis Ludwigsburg am Donnerstag, 10. September, um 11 Uhr mehr als 130 Sirenen heulen, besteht kein Grund zur Sorge: Dieser Alarm ist Teil des bundesweiten Warntags und dient als Probe, wie das Landratsamt Ludwigsburg mitteilt. Auf diese Weise soll die Funktionsfähigkeit des Alarmierungsnetzes im Katastrophenfall getestet werden. Die Bürger sollen darüber hinaus für das Thema „Warnung der Bevölkerung“ sensibilisiert werden.
Ziel des Warntags ist es daher auch, die Bevölkerung mit den unterschiedlichen Warnmitteln sowie Warnsignalen und Informationswegen vertraut zu machen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) wird daher an diesem Tag bundesweit um 11 Uhr neben den Sirenen auch alle verfügbaren Warnmittel über das Modulare Warnsystem (MoWaS) auslösen, beispielsweise Warn-Apps und Warnmeldungen über Rundfunk.
Nicht alle Kommunen haben Sirenen
Das Warnsignal „Eine Minute Heulton“ bedeutet im Ernstfall: In dem Gebiet besteht eine unmittelbare Gefahr oder diese ist in Kürze zu erwarten. Um 11.45 Uhr erfolgt wiederum die Entwarnung mit dem Signal „Eine Minute Dauerton“. Das bedeutet, dass keine akute Gefahr mehr besteht. Auch nach der Entwarnung sollten im Ernstfall jedoch weiterhin alle möglichen Informationsmedien genutzt werden, um weitere Hinweise zu erhalten.
Vier Städte im Landkreis haben keine Sirenen: Ludwigsburg, Korntal-Münchingen, Marbach am Neckar und Vaihingen an der Enz. Die Gemeinde Eberdingen hat zwar Sirenen, ist aber nicht ans allgemeine Katastrophenalarm-Netz angeschlossen, sondern setzt diese individuell für die örtliche Feuerwehralarmierung ein. In den Kommunen ohne Sirenen wird die Bevölkerung im Ernstfall durch Lautsprecherwagen, die WarnApp NINA und zusätzlich über Cell Broadcast gewarnt.
Testwarnung über Cell Broadcast
Cell-Broadcast ist ein Mobilfunkdienst, mit dem Warnungen direkt und anonym als sogenannte Push-Nachrichten an alle Smartphones oder Handys geschickt werden, die in einer bestimmten Funkzelle registriert sind. „Die Mobilfunkgeräte müssen dazu eingeschaltet sein und dürfen sich nicht im Flugmodus befinden“, heißt es in der Pressemitteilung des Landratsamtes. Achtung: Über Cell Broadcast erfolgt keine Entwarnung.
Gerne können Bürger im Anschluss eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen rund um den Warntag teilen und an einer Umfrage des BBK teilnehmen. Diese steht am 10. September ab 11 Uhr unter www.warntag-umfrage.de zur Verfügung.
