Drogen und Waffen
: Festnahmen gelangen in Markgröningen, Ludwigsburg, Böblingen und Tübingen

Seit Januar sitzt ein 25-Jähriger aus Markgröningen (Kreis Ludwigsburg) in U-Haft, weil er Kriegswaffen und Drogen verkauft haben soll. Nun folgten vier weiteren Festnahmen.
Von
Sabine Armbruster
Ludwigsburg
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Mindestens zwei Maschinenpistolen soll der Markgröninger verbotenerweise in seinem Besitz gehabt haben. Sie fallen unter das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Arne Dedert/dpa

Ist der Ludwigsburger Kriminalpolizei in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Staatsanwaltschaft ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelungen?

Zwei Polizeimeldungen legen das nahe. Wie am Dienstag berichtet, gab es am 27. Januar Durchsuchungen in Ludwigsburg, Markgröningen, Böblingen, Stuttgart, Aalen, Reutlingen und im Rems-Murr-Kreis – mit Unterstützung der Polizeipräsidien Aalen, Reutlingen und Stuttgart sowie Spezialkräften des Polizeipräsidiums Einsatz wurden vier Männer festgenommen, die mit Betäubungsmitteln gehandelt haben sollen. Ihre Wohnorte waren zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft teilt nun aber auf Nachfrage mit, dass die Festnahmen in Markgröningen, Ludwigsburg, Böblingen und Tübingen über die Bühne gingen.

Außer Drogen auch verschiedene Waffen gefunden

Bei den Durchsuchungen wurden nicht nur 275 Gramm Kokain, 1,5 Kilogramm Marihuana sowie diverse verschreibungspflichtige Medikamente und Bargeld gefunden, sondern auch Waffenmagazine sowie Hieb- und Stichwaffen.

Die vier Männer im Alter von 27, 44, 25 und 54 Jahren sind nach Einschätzung von Polizei und Staatsanwaltschaft unter anderem als Verkäufer und Kuriere von Betäubungsmitteln für einen 25-Jährigen aus Markgröningen tätig gewesen, der bereits am 9. Januar nach umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart, Abteilung für organisierte Kriminalität, in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg verhaftet worden war.

Markgröninger ist Drahtzieher im Raum Ludwigsburg

Dem Mann wird vorgeworfen, ein Sturmgewehr und eine Maschinenpistole verkauft zu haben. Beide Waffen fallen unter das Kriegswaffenkontrollgesetz. Als die Ermittler daraufhin das Zuhause des 25-Jährigen durchsuchten, fanden sie unter anderem eine weitere Maschinenpistole mit Munition und etwa 120 Gramm Kokain. Der Mann wurde noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

Nach Einschätzung des Ludwigsburger Polizeipräsidiums ist der Mann Dreh- und Angelpunkt des kriminellen Geschehens. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigt auf Anfrage dieser Zeitung, dass dies nach dem derzeitigen Erkenntnisstand auf den Raum Ludwigsburg zutreffe. Nähere Angaben könne man aktuell aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen.

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