Faschingstradition in Sachsenheim
: Urzeln stürmen peitschenknallend durch das Kirbachtal

In Sachsenheim (Kreis Ludwigsburg) ziehen am Faschingssamstag die Urzeln mit Peitschenknallen und Kuhglocken durch das Kirbachtal. Was hinter dieser jahrhundertealten Tradition steckt.
Von
Sandra Lesacher
Ludwigsburg
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Am Faschingssamstag sind die Urzeln los.

Werner Kuhnle

In Sachsenheim und seinen Teilorten gibt es am Faschingssamstag eine ganz besondere närrische Tradition: In aller Frühe und am Vormittag stürmen zottelige Gesellen laut peitschenknallend und kuhglockenscheppernd durch die Dörfer des Kirbachtals. Es sind die Urzeln.

Einer der Höhepunkte des Urzelntags am Samstag, 14. Februar, ist der große Urzelnumzug in Großsachsenheim. Er führt ab 12 Uhr durch die Bahnhofstraße, die von-König-Straße und die Brunnenstraße in den Schlosshof. Dort gibt es dann Brauchtumsvorführungen.

Denn es ist ein altes Brauchtum, das da Jahr für Jahr zur Faschingszeit gepflegt wird. Die Vorgänger der Urzeln, die ursprünglich aus Siebenbürgen stammen, wurden erstmals im 17. Jahrhundert erwähnt. 1965 sind sie im Kirbachtal heimisch geworden.

Am Samstag um 13 Uhr ziehen die Urzeln mit der Stadtkapelle in die Sporthalle Großsachsenheim ein, von 14 Uhr an gibt es auch dort Brauchtumsvorführungen. Ab 15.30 Uhr sind die Urzeln in Sachsenheim und seinen Quartieren unterwegs. Abends, um 20.30 Uhr, startet in der Halle dann der Fasnetsball.

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