Filmhochschule: Animationsfilm aus Ludwigsburg erhält Studenten-Oscar in Silber

Der Animationsfilm „The Panic Inside“ ist eine persönliche und tragische Geschichte.
Matthias Strasser/Filmakademie Baden-Württemberg GmbH- Diplomfilm „The Panic Inside“ erhält bei den 53. Student Academy Awards Silber in „Animation“.
- Preisverleihung fand erstmals im Rahmen des Toronto International Film Festival statt.
- Der Film zeigt Jacobs Zusammenbruch als People-Pleaser und seine Suche nach Selbstfürsorge.
- 2D- und 3D-Animation verbinden sich mit Realfilm – knapp zehn Minuten Laufzeit.
- Filmakademie Ludwigsburg ist mit insgesamt neun Preisen die erfolgreichste außerhalb der USA.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Diplomfilm „The Panic Inside“ von Drehbuchautor, Regisseur und Ludwigsburger Student Matthias Strasser und seinem Team ist bei den renommierten 53. Student Academy Awards mit Silber in der Kategorie „Animation“ ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am Montagabend erstmals im Rahmen des Toronto International Film Festival statt.
Für die Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg ist die Auszeichnung aus mehreren Gründen besonders: „The Panic Inside“ ist bereits der zweite Diplomfilm des Animationsinstituts in Folge, der einen Student Academy Award erhält. Insgesamt ist es der neunte Student Academy Award für die Filmakademie. Damit ist die Ludwigsburger Filmhochschule in diesem Wettbewerb die erfolgreichste Institution außerhalb der USA.
Eine persönliche Geschichte
Für Matthias Strasser und sein Team bildet die Auszeichnung den Höhepunkt einer mehrjährigen gemeinsamen Arbeit. Der knapp zehnminütige Animationsfilm erzählt von Jacob, einem chronischen People-Pleaser, der unter dem Druck ständiger Erwartungen zusammenbricht und in einer surrealen Zwischenwelt landet. Dort wird er gezwungen, sich mit seinen eigenen Bedürfnissen auseinanderzusetzen. 2D- und 3D-Animation werden dabei mit Realfilm-Elementen verbunden. So entsteht eine eigenständige Bildsprache für eine Geschichte über Selbstfürsorge, das Setzen persönlicher Grenzen und Freiheit.
Für Strasser hat das Thema einen persönlichen Ausgangspunkt. „People-Pleasing ist ein Thema, zu dem ich eine sehr persönliche Verbindung habe“, sagt der Regisseur. Zugleich sei es gerade in der Film- und Animationsbranche präsent: „Am Anfang hat man schnell das Gefühl, immer Ja sagen zu müssen, um weiterzukommen.“

Matthias Strasser nimmt den Preis in Toronto entgegen.
Getty Images for The AcademyProduzentin Sabina Stöckler sieht in der Auszeichnung eine besondere Bestätigung für das gesamte Team. „Wir sind stolz, dass diese tief persönliche Geschichte, die wir mit einem so großartigen, talentierten Team erzählen durften, durch die Awards ein so großes Publikum erreicht und bei vielen Menschen einen Punkt zu treffen scheint.“
Auch Jan Pinkava, Leiter des Animationsinstituts an der Filmhochschule, gratuliert dem Team. Der Preis würdige sowohl das Talent der Studierenden als auch das Engagement der Mitarbeitenden und Lehrenden, die sie auf ihrem Weg zu eigenständigen und ausdrucksstarken Geschichtenerzählern begleiteten. Am Animationsinstitut könnten Studierende ihre eigene Stimme finden, ihr Handwerk lernen und ihr höchstes Niveau erreichen, so Pinkava.
Wie besonders die Auszeichnung ist, zeigt die hohe internationale Konkurrenz bei den Student Academy Awards. Knapp 900 Studieneinrichtungen aus aller Welt reichten nahezu 3.000 Produktionen für den Wettbewerb ein. Ausgezeichnet wurden schließlich 16 Filme. In der Kategorie „Animation“ schafften es neben „The Panic Inside“ mit „Send Nudes“ von David Sick sogar zwei Produktionen des Animationsinstituts der Filmakademie unter die Finalisten.
Immer wieder Preise
Bereits im vergangenen Jahr ging ein Studenten-Oscar nach Ludwigsburg – damals sogar in Gold. Tobias Eckerlin wurde für seinen Animationsfilm „A Sparrow’s Song“ ausgezeichnet, der auf einer wahren Geschichte basiert. In dem gut neunminütigen Film erzählt Eckerlin von einer verwitweten Luftschutzwartin im London des Zweiten Weltkriegs, die einen sterbenden Spatzen findet und versucht, ihn zu retten.
Auch in anderen Bereichen machen Studierende aus Ludwigsburg auf sich aufmerksam. Im Frühjahr gewann Biko Julian Voigt mit einem 90-sekündigen Werbespot für den Kunden Lidl den bedeutenden Deutschen Werbefilmpreis.

