Freibergs Stimme bei TV-Show
: „Ich nag schon noch daran“ – Joy Krüger über ihr Aus bei „The Voice of Germany“

Die Sängerin aus Freiberg (Kreis Ludwigsburg) ist bei „The Voice“ ausgeschieden, doch der Stolz überwiegt. Wie sie die Erfahrung prägt und welche Pläne sie jetzt schmiedet.
Von
Nicole Töppke
Ludwigsburg

Kurz vor dem Halbfinale ist Joy Krüger ausgeschieden.

Joyn

Für Joy Krüger war die TV-Ausstrahlung ihres Ausscheidens bei „The Voice of Germany“ ein Moment, der noch nachwirkt. „Ich nag schon noch daran, dass ich rausgeflogen bin“, sagt die Sängerin offen. Gleichzeitig überwiegt bei ihr der Stolz: Sie hat es unter die letzten 36 geschafft – aus mehreren Tausend Bewerberinnen und Bewerbern.

„Ich kam sehr weit. Viel weiter als ich gedacht habe, und ich bin happy über die Erfahrung.“ Doch der erneute Blick auf den Moment im Fernsehen war schwer: „Das war ein emotionales Auf und Ab, die letzten Tage.“

Ehemalige Talente entscheiden über Sieg oder Niederlage

In den Teamfights war am vergangenen Freitag Schluss für die 21-Jährige. Bei dieser Runde entscheiden 99 ehemalige „The Voice“-Talente per Tablet darüber, wer auf den sogenannten Hot Seat darf und damit im Rennen bleibt. Joy war von Coach Rea Garvey als letztes Talent seines Teams gesetzt worden. Dass sie am Ende knapp scheiterte, sei bitter gewesen: „Hätte ich die letzte Entscheidung geschafft, wäre ich weiter gewesen. Es war so knapp.“ Am Ende setzte sich ihr Konkurrent Karl durch. „Karl ist eine Maschine, er hat es verdient“, sagt sie. „Am Ende ist es einfach Geschmackssache.“

Garvey nahm sich nach ihrem Ausscheiden noch einmal Zeit für ein Gespräch mit Krüger. „Er hat gesagt, dass ich keinen Grund habe, den Kopf hängen zu lassen. Ich kann stolz und erhobenen Hauptes aus der Show gehen.“ In dem Moment sei das für die Sängerin schwer zu sehen gewesen, doch inzwischen scheinen die positiven Eindrücke zu überwiegen.

Zu ihren stärksten Erinnerungen zählt das Duett mit Coach Rea Garvey in den Blind Auditions. „Das werde ich immer behalten, das hat super viel Spaß gemacht.“ Auch die Coachings seien wertvoll gewesen – intensive Tage in Berlin, eng getaktete Proben, professionelle Vorbereitung. „Was man da lernt, nimmt man mit für jeden künftigen Auftritt.“

Wertvolle Kontakte für die Zukunft

Neben Rea hatte sie auch mit Sidecoaches und anderen Talenten eng zu tun. „Einige werde ich definitiv weiter in meinem Leben behalten.“ Besonders vom Erfahrungsaustausch zehrt Krüger. „Ein Talent, mit dem ich gesprochen habe, ist seit über 10 Jahren Hochzeitssängerin.“ Sie selbst arbeitet seit vergangenem Jahr ebenfalls im Nebengewerbe als Hochzeitssängerin. Im Gespräch konnte sie viele Tipps mitnehmen.

Joy Krüger plant neue Musik und kleine Konzerte

Jetzt, nach dem TV-Abenteuer, sortiert sie ihre Gedanken. „In der Branche kann man schnell untergehen“, sagt sie nüchtern. Doch Joy hat klare Pläne: weiter auf Hochzeiten singen, kleine Bühnen, Stadtfeste, intime Mini-Konzerte. „Ich möchte nah am Publikum sein. Mir reicht eine kleine Bühne. Hauptsache, ich darf vor Publikum singen.“ Für das kommende Jahr plant sie, neben ihrem bereits veröffentlichten Song, weitere eigene Musik herauszubringen. „Ich will nicht einfach von der Bildfläche verschwinden.“

Freude auf einen möglichen Auftritt mit Nico Santos

Und vielleicht klappt es ja noch mit dem Auftritt auf einem Konzert von Nico Santos. „Es hat mich so gefreut, dass er mich bei den Blinds wiedererkannt hat. Ich war richtig hyped.“ Seitdem sei das Thema zwar etwas in den Hintergrund geraten, „aber ich würde mich riesig freuen, wenn das noch klappt und ich irgendwann mal auf einem Konzert von ihm singen darf.“

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