Entwarnung in Oberstenfeld
: Verunreinigtes Trinkwasser in Oberstenfeld: Abkochgebot aufgehoben

In Oberstenfeld im Kreis Ludwigsburg wurden am Montag Darmbakterien im Trinkwasser festgestellt. Das angeordnete Abkochgebot wurde an diesem Mittwoch aber wieder aufgehoben.
Von
Emanuel Hege
Ludwigsburg
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In Oberstenfeld gilt das Abkochgebot..

dpa

In der Gemeinde Oberstenfeld ist am Montag eine Verunreinigung des Trinkwassers festgestellt worden. Betroffen war das sogenannte Ortsnetz II, das die Bereiche In den Schafwiesen, Eichhäldenstraße, Klären, Am Schafhaus, Kreuzstraße und Hauäcker umfasst. Laut Mitteilung des Landkreises und der Gemeindeverwaltung vom Montag konnten gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht ausgeschlossen werden.

Aus diesem Grund galt ein Abkochgebot für alle Haushalte in den genannten Straßenzügen. Diese wurde nun am Mittwoch aber wieder aufgehoben. Wie die Gemeinde mitteilt, seien die „festgestellten bakteriellen Verunreinigungen im Trinkwasser sind vollständig behoben“. Die Bevölkerung war dazu aufgefordert, Leitungswasser vor dem Gebrauch einmalig sprudelnd aufzukochen und anschließend mindestens zehn Minuten abkühlen zu lassen.

Die aktuellen Kontrollproben haben laut Gemeinde gezeigt, dass das Wasser wieder einwandfreie Qualität aufweist. Damit wurde auch das Abkochgebot sofort aufgehoben.

Bürger werden über viele Kanäle informiert – auch über Lautsprecher

Die Behörden hatten die Warnung am Montagnachmittag über verschiedene Kanäle verbreitet – darunter die Warn-App NINA, die kommunale Homepage, soziale Medien und Lautsprecherdurchsagen. Ähnlich verhielt es sich bei der Entwarnung am Mittwoch.

Bei der Verunreinigung handelte es sich um Intestinale Enterokokken, das sind kugelförmige Bakterien, die natürlicherweise im Darm von Menschen und Tieren vorkommen – und auf eine fäkale Verunreinigung des Wasser hindeuten. Die Ursache sei jedoch noch unklar, sagt Oberstenfelds Bauamtsleiter Kai Kraning. Das betroffene Gebiet beziehe jedenfalls kein Grundwasser aus dem Gemeindegebiet, sondern Wasser der Landeswasserversorgung, so Kraning.

Die Behörden arbeiten daran, die Ursache der Verunreinigung zu ermitteln und wollen in den nächsten Tagen ausführlicher informieren.

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