Gesperrte Neckarbrücke
: Mit Beispiel Besigheim – ADAC fordert dringend Beschleunigung bei Brückensanierungen

Der Mobilitätsclub spricht sich für ein besser abgestimmtes Handeln aus, auch damit mehr Bauwerke gleichzeitig saniert werden können.
Von
Andreas Hennings
Besigheim
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Besigheim Neckarbrücke

Die Besigheimer Neckarbrücke ist für motorisierten Verkehr nicht mehr befahrbar.

Werner Kuhnle
  • ADAC Württemberg fordert mehr Tempo und klare Prioritäten bei Brückensanierungen.
  • Anlass sind Sperrungen der Neckarbrücke in Besigheim und einer Brücke bei Esslingen.
  • Folgen von Sperrungen: Staus, Umwege, Zeitverlust, Emissionen und wirtschaftliche Schäden.
  • Der Club verlangt frühzeitige Sanierung oder Ersatz – Vollsperrung soll letzte Option sein.
  • ADAC will Kapazitäten bis 2030 erhöhen und setzt auf Planungsstäbe, Zuständigkeiten, Zeitpläne.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Baden-Württemberg braucht bei der Sanierung und dem Ersatzneubau von Brücken mehr Tempo und klare Prioritäten – das fordert der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) Württemberg in einer Mitteilung mit Blick auf die Sperrungen der Neckabrücke in Besigheim sowie einer wichtigen Brücke bei Esslingen. Diese Beispiele zeigten, „wie wichtig schnelles und abgestimmtes Handeln im Land jetzt sind“. Kurzfristig erforderliche Sperrungen beträfen Pendelnde, Unternehmen, Rettungsdienste, Anwohnerinnen und Anwohner unmittelbar, heißt es in der Mitteilung. „Die möglichen Folgen sind Staus, Umwege, Zeitverlust, zusätzliche Emissionen und wirtschaftliche Schäden."

Müssten Brücken aus Sicherheitsgründen ohne Vorlauf plötzlich gesperrt werden, sei der Schaden für viele Betroffene und die umliegende Region erheblich. „Entscheidend ist, Bauwerke rechtzeitig zu sanieren, technisch zu sichern oder zu ersetzen, bevor eine Vollsperrung zur letzten Option wird“, erklärt Michael Saur, Vorsitzender des ADAC Württemberg.

Der ADAC fordert, dass das Brückenerhaltungsprogramm des Landes regelmäßig überprüft und bei Bedarf erweitert wird. In Besigheim ist das der Fall: „Dort wird deutlich, dass das Land bereits wichtige Brückenbauwerke im Blick hat. Die Neckarbrücke ist im priorisierten Bedarf des Verkehrsministeriums enthalten.“

Runde Tische „können nur ein erster Schritt sein“

Abstimmungsformate wie der Runde Tisch seien wichtig, da sie Transparenz schaffen und ein abgestimmtes Handeln ermöglichen. „Sie können jedoch nur ein erster Schritt sein. Für eine wirksame Beschleunigung bei Genehmigung und Bau braucht es leistungsfähige Planungsstäbe, klare Zuständigkeiten, verbindliche Zeitpläne sowie ausreichende personelle Ressourcen und finanzielle Mittel.“

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Beim Mobilitätsclub hofft man, dass die neue Verkehrsministerin Nicole Razavi (CDU) als ehemalige Bauministerin ihre Erfahrung nutzen kann, um das Thema mit hoher Priorität voranzutreiben. Auch die von Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) angekündigte Taskforce beim Verkehrsministerium könne wichtige Impulse und Vorgaben liefern. Der ADAC spricht sich dafür aus, die Kapazitäten von bisher 180 auf bis zu 400 Brückensanierungen und Ersatzneubauten bis 2030 zu erhöhen.