Tote Vögel bei Marbach gefunden
: „Dürften kaum auf natürliche Weise gestorben sein“ – Peta setzt Belohnung aus

Ein Spaziergänger hatte vergangene Woche bei Marbach drei Müllsäcke voller verwester Tierleichen gefunden. Die Tierrechtsorganisation Peta will helfen, den Fall aufzuklären.
Von
Julia Amrhein
Ludwigsburg
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Dem Finder der Müllsäcke war auch der Verwesungsgeruch aufgefallen (Symbolbild).

Imago/Panthermedia

Eine Gassirunde endete für Peter Jansen mit einer bösen Überraschung: Vergangene Woche entdeckte er an einer Böschung nahe der Unterführung am Ortsrand von Marbach in Richtung Poppenweiler drei Müllsacke voller stark verwester Vögel. Da deren Todesursache nicht mehr festzustellen war,brachte die Polizei die Säcke letztlich in eine Tierkörperbeseitigungsanstalt. Die Tierrechtsorganisation Peta will den Fund allerdings nicht so einfach auf sich beruhen lassen.

Peta setzt Belohnung von 1000 Euro aus

Um den Fall aufzuklären, setzt Peta laut einer Pressemitteilung eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur Verurteilung der verantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas mitbekommen hat, wird gebeten, sich direkt bei der Polizei oder aber bei der Tierrechtsorganisation unter 07 11 / 8 60 59 10 oder per E-Mail an whistleblower@peta.de zu melden. Das sei auch anonym möglich.

„Zwar ist bereits das Abstellen der Müllsäcke voller Tierleichen eine Ordnungswidrigkeit, die Tiere dürften aber wohl kaum auf natürliche Weise gestorben sein“, so Björn Thun, Fachreferent bei Peta. „Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir dazu beitragen, dass der gesamte Sachverhalt aufgeklärt wird.“ Das tut die Organisation regelmäßig in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Zusammenhang zwischen Gewalt an Menschen und Tieren

Tierquälerei sei kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Zudem wird in der Peta-Pressemitteilung darauf hingewiesen, dass sich Fachleute aus der Psychologie und Justiz mittlerweile einig seien, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

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