Großes Verkehrsprojekt
: Brücke über die Murr ist plötzlich weg

Die Murrbrücke auf der Landesstraße zwischen Marbach und Murr (Kreis Ludwigsburg) ist abgerissen worden. Damit ist der Weg für einen Neubau frei, der im Eiltempo vonstatten gehen soll. Es gibt nur eine große Unbekannte.
Von
Christian Kempf
Marbach
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Marbach Brückendemontage über Bottwar

Die Brücke ist inzwischen vollkommen demontiert.

Werner Kuhnle
  • Murrbrücke auf der L1100 zwischen Marbach und Murr wurde in vier Tagen vollständig abgerissen.
  • Der Abschnitt bleibt gesperrt, soll aber am 11. Oktober wieder für den Verkehr öffnen.
  • Neubau als Expressbrücke geplant – beteiligte Firma verweist auf seit 2019 laufende Projekte.
  • Ein Hochwasser wäre die größte Unbekannte, es drohen dann rund zwei Wochen Verzögerung.
  • Aktuell ist der Fluss an der Baustelle verrohrt, damit am Neubau gearbeitet werden kann.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Kurzer Prozess wurde mit der Brücke über die Murr auf der Landesstraße 1100 zwischen Marbach und Murr gemacht. Am Dienstagmorgen hatte die Konstruktion noch wie seit 70 Jahren den Fluss überspannt, nun gibt es praktisch keine Spur mehr von ihr. Plangemäß wurde das marode Bauwerk in nur vier Tagen komplett abgerissen, um Platz für einen Neubau zu schaffen. Ein ehrgeiziges Projekt, das im Eiltempo über die Bühne gebracht werden soll. Bereits am 11. Oktober soll der derzeit gesperrte Abschnitt zwischen dem Abzweig nach Benningen und der Oehlerkreuzung bei Marbach wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Theo Reddemann von der an dem Vorhaben beteiligten Firma Echterhoff ist zuversichtlich, dass das gelingt. „Das ist nicht unsere erste Brücke. Wir bauen seit 2019 Expressbrücken“, erklärte der Geschäftsführer beim Beginn des Abrisses am Dienstag. Bis Ende des Jahres werde man 40 solcher Verbindungen im Schnellverfahren errichtet haben. Man könne also eine Menge Erfahrung in die Waagschale werfen. Und wenn man sage, man stemme das Ganze an der Murrbrücke in zehn Wochen, „dann glaube ich da ganz fest daran“.

Ein Hochwasser könnte die Pläne durchkreuzen

Die größte Unbekannte, die den Plan durchkreuzen könnte, ist offenbar das Wetter. Bei einem heftigen Hochwasser habe man ein Problem, sagte nämlich Andreas Klein, Leiter des Baureferats West im Regierungspräsidium Stuttgart. „Dann säuft die Baustelle ab“, sagte Klein. Die Spundwände könnten Wasserstände bändigen, wie sie statistisch gesehen alle 50 Jahre vorkommen, plus ungefähr einen Meter obendrauf. Mehr sei jedoch nicht zu stemmen. Dann müsse man mit Verzögerungen von rund zwei Wochen rechnen.

Aktuell ist die Murr an der Stelle im Bereich der früheren Brücke verrohrt. Das Wasser fließt gewissermaßen durch Kanäle gen Neckar, damit an dem Neubau gearbeitet werden kann.