Hauptübung in Korntal-Münchingen
: Die Feuerwehr zeigt ihr Können – mal anders

Korntal-Münchingens Kommandant Fabian Kunberger möchte, dass das Publikum von der Schau-Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr möglichst viel mitnimmt.
Von
Stefanie Köhler
Ludwigsburg
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Ein Kind wird gerettet.

A. Rometsch/Feuerwehr

Erst hat die Stadt einen neuen Weg eingeschlagen, indem sie Fabian Kunberger zum hauptamtlichen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Korntal-Münchingen ernannte. Nun war es der Chef selbst, der den gewohnten Pfad verlassen hat: Die Schauübung bei der Kita Sportnest gestaltete er anders als sonst. Die meisten Hauptübungen simulieren einen großen Schadensfall, den alle Einheiten einsatzmäßig abarbeiten, erklärt der Sprecher Andreas Rometsch. Damit das Publikum einzelne Abläufe in Ruhe beobachten kann, war die Übung in mehrere einzelne Schadensbilder gesplittet. „Bei dieser ‚Showübung in mehreren Akten war somit gewährleistet, dass keiner was verpasste, weil er sich gerade an einem anderen Einsatzabschnitt befand.“

Die Feuerwehr bahnt sich mit Hilfe eines Trennschleifers ihren Weg: Ein Zaun versperrt den Zugang zur Baustelle, auf der ein Arbeiter in eine Grube gestürzt ist.

Foto: Andreas Rometsch/Feuerwehr Korntal-Münchingen

Auftakt bildete der Einsatz von Kommandowagen und Löschgruppenfahrzeug der Abteilung Münchingen. Es galt, einen Brand zu löschen und Personen zu retten, deren Fluchtweg abgeschnitten war. Vor den Zuschauern legte die Wehr Rettungsknoten an.

Wie funktioniert das Anlegen von Rettungsknoten? Die Feuerwehr demonstriert es den Zuschauern. Wer über tragbare Leitern gerettet wird, erhält vor dem Abstieg eine Sicherung mittels Fangleine.

Foto: Andreas Rometsch/Freiwillige Feuerwehr Korntal-Münchingen

Auch beim zweiten Szenario wurden viele Seile und Knoten verwendet: Ein Bauarbeiter war in eine Grube gestürzt. Hier musste die Korntaler Abteilung ran. Danach brannte es wieder, mehrere Personen mussten unter Atemschutz gerettet werden. Beim vierten Übungsteil erfuhren die Zuschauer, welche Geräte nötig sind, um nach einem Verkehrsunfall die im Wrack eingeklemmte Person zu befreien. Zu guter Letzt kam vom Korb der Drehleiter aus ein Wenderohr zum Einsatz, ein Wasserwerfer. Rometsch: „Aus rund 30 Metern Höhe schoss eine Wasserfontäne in Richtung der untergehenden Sonne.“

Bei der Hauptübung setzte die Feuerwehr auch einen Wasserwerfer ein.

Foto: Andreas Rometsch/Freiwillige Feuerwehr Korntal-Münchingen
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