Homophober Angriff in Ludwigsburg
: OB verurteilt Tat: „Für Hass, Diskriminierung und Gewalt gibt es in Ludwigsburg keinen Platz“

Oberbürgermeister Matthias Knecht findet deutliche Worte zu einem queerfeindlichen Angriff auf einen 25-Jährigen in Ludwigsburg. Er will Gespräche mit der Polizei und den Hochschulen suchen.
Von
Julia Amrhein
Ludwigsburg
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Regenbogenflagge: ARCHIV - 17.05.2024, Hamburg: Eine Regenbogenflagge weht am Hamburger Bahnhof. (zu dpa: «Anstieg gemeldeter queerfeindlicher Straftaten im Norden») Foto: Gregor Fischer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In der Region hat es in jüngster Zeit mehrere homophobe Angriffe gegeben. Zuletzt wurde ein 25-Jähriger in Ludwigsburg verprügelt.

Gregor Fischer/dpa
  • OB Matthias Knecht verurteilt einen queerfeindlichen Angriff in Ludwigsburg scharf.
  • Ein 25-Jähriger wurde erst homophob beleidigt, tags darauf am Akademiehof verfolgt und verprügelt.
  • Knecht betont Demokratie, Vielfalt und Schutz aller Menschen – Hass und Gewalt haben keinen Platz.
  • Er will mit Polizei und fünf Hochschulen sprechen, um präventive Maßnahmen zu verstärken.
  • In der Region gab es weitere Taten, u. a. in Asperg und an Rastplätzen entlang der A81.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein 25-Jähriger ist vergangene Woche in Ludwigsburg von Jugendlichen auf homophobe Weise beleidigt worden. Tags darauf verfolgte die Gruppe den Mann am Akademiehof und verprügelte diesen in einer Gasse. Eine Tat, die von Oberbürgermeister Matthias Knecht nun in einer eigenen Pressemitteilung „aufs Schärfste“ verurteilt wird: „Für Hass, Diskriminierung und Gewalt gibt es in Ludwigsburg keinen Platz.“

Gespräche mit Polizei und Hochschulen

„Ludwigsburg steht für Demokratie, Vielfalt, Respekt und ein friedliches Miteinander“, erklärt Knecht weiter. Der Angriff auf den 25-Jährigen nach homophoben und diskriminierenden Beleidigungen sei erschütternd und durch nichts zu rechtfertigen: „Der Schutz aller Menschen hat in unserer Stadt oberste Priorität.“ Ludwigsburg sei weltoffen, vielfältig und stehe für ein sicheres Zusammenleben aller Menschen.

Verbale Angriffe oder Gewalt wegen des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung seien genauso wenig akzeptabel wie wegen anderer Diskriminierungsgründe, so der Oberbürgermeister: „Solche Taten müssen mit aller Entschiedenheit strafrechtlich verfolgt werden.“ Knecht kündigte an, unter anderem mit den fünf Hochschulen und der Polizei ins Gespräch zu gehen, um vorbeugende Maßnahmen zum Schutz Betroffener zu intensivieren.

Gezielte Angriffe auf Rastplätzen

Der Angriff auf einen 25-Jährigen in Ludwigsburg steht in einer Reihe von Gewalttaten in der Region, die sich explizit gegen queere Menschen richten. In Asperg etwa wurden am 27. Juli ein Transmann und dessen Partner von einem Unbekannten beleidigt und geschlagen. Zwischen Juni 2025 und April 2026 wurden zudem mindestens zehn Angehörige der homosexuellen Cruising-Szene in Stuttgart-Degerloch und an zwei Rastplätzen entlang der A81 – unter anderem Kälbling-Ost – von einer Gruppe Männer mit Feuerlöschern besprüht und geschlagen.