Kommunale Finanzen: Nächster Schritt im Sparprogramm: Stadt Ludwigsburg baut Desksharing aus

Nicht mehr jeder hat einen eigenen Schreibtisch – das ist das Desksharing-Prinzip.
dpa- Ludwigsburg baut Desksharing aus: flexible, digital buchbare Arbeitsplätze ersetzen feste Tische.
- Ziel ist Flächensparen und effizientere Nutzung, Mitarbeitende arbeiten auf weniger Raum.
- Pilot lief Ende 2024 in einzelnen Bereichen, 2025 wurde das Modell ausgeweitet.
- Nutzende stiegen laut Stadtverwaltung binnen eines Jahres von 130 auf 352.
- Einheitliche, ergonomische Plätze mit Besprechungs- und Rückzugsräumen sowie Schließfächern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Stadt Ludwigsburg setzt in ihrer Kernverwaltung zunehmend auf flexible Arbeitsplätze. Einen eigenen Schreibtisch für jeden Mitarbeitenden soll es künftig immer seltener geben. Stattdessen werden Arbeitsplätze beim sogenannten Desksharing von verschiedenen Beschäftigten genutzt und digital gebucht. Die Maßnahme soll den Mitarbeitern im Arbeitsalltag helfen. Hintergrund ist jedoch auch, dass die Stadt Flächen und damit Mieten einsparen will und die Verwaltungsmitarbeiter damit auf immer kleinerem Raum arbeiten müssen.
Erprobt wurde das Modell laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung Ende 2024 zunächst in einzelnen Bereichen, darunter im Fachbereich Organisation und Personal. Im Laufe des Jahres 2025 wurde das Desksharing dann ausgeweitet. Die Zahl der Beschäftigten, die das Modell nutzen, stieg laut Stadtverwaltung innerhalb eines Jahres von 130 auf 352.
Die Arbeitsplätze sollen laut Stadt einheitlich gestaltet werden, ergonomisch ausgestattet und digital buchbar sein. Ergänzt werden die Arbeitsplätze durch Besprechungs- und Rückzugsräume sowie Schließfächer für persönliche Gegenstände.
Geht nicht nur ums Sparen
Mit dem Ausbau will die finanziell stark angeschlagene Stadt ihre Raumressourcen besser nutzen und langfristig Büroflächen einsparen. Personalchefin Susanne Karstedt sieht in Desksharing eine Reaktion auf veränderte Anforderungen an die Arbeitswelt. „Desksharing ermöglicht uns, flexibler zu arbeiten und gleichzeitig unsere vorhandenen Büroflächen effizienter und zeitgemäßer zu nutzen“, erklärt sie.
Dabei gehe es nicht allein darum, Schreibtische einzusparen. Vielmehr sollten Arbeitsumgebungen entstehen, die unterschiedliche Arbeitsweisen unterstützen und sowohl konzentriertes Arbeiten als auch Austausch und Zusammenarbeit ermöglichen.
Auch Oberbürgermeister Matthias Knecht bezeichnet Desksharing als wichtigen Bestandteil der Weiterentwicklung der Stadtverwaltung. Eine moderne Verwaltung brauche moderne Arbeitsformen und zeitgemäße Arbeitsbedingungen, so Knecht.
Die Stadt verfolgt das Ziel, bis 2035 angemietete Verwaltungsflächen weitgehend aufzugeben und alle Bereiche in städtischen Gebäuden unterzubringen. Flexibel nutzbare Arbeitsplätze sollen dafür eine wichtige Grundlage schaffen.
