Kurioser Feuerwehr-Einsatz
: Löschen mit Eimer statt mit Hightech

Manchmal geht es nach guter alter Väter Sitte besser, dachte sich die Feuerwehr in Korntal-Münchingen – und bekämpfte einen Brand eher unkonventionell.
Von
Thomas K- Slotwinski
Ludwigsburg
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Gut, dass es noch Eimer gibt: Ein kleines Feuer am Grünen Heiner war schnell gelöscht.

Andreas Rometsch

In alten Filmen sieht man sie noch: die Spritzenwagen, mit denen tapfere Feuerwehrmänner zur Brandbekämpfung anrücken. Die mit Wasser gefüllten Eimer werden dann von Hand zu Hand weitergereicht. Kein Vergleich zur heutigen Zeit, in der hochmoderne Löschfahrzeuge mehrere tausend Liter Wasser und eine leistungsfähige Pumpe an Bord haben.

Doch manchmal helfen noch diese Methoden nach alter Väter Sitte. So geschehen bei der Feuerwehr Korntal-Münchingen am Nachmittag des Aschermittwochs. Gegen 16 Uhr hatten besorgte Passanten über den europaweiten Notruf 112 die Feuerwehr alarmiert. Sie meldeten ein unbeaufsichtigtes Grillfeuer am Grünen Heiner, dem mit Windrad gekrönten Schuttberg zwischen Weilimdorf und Münchingen.

Der Eimer spart das Aus- und Einrollen der Schläuche

Beim Eintreffen des Münchinger Hilfeleistungslöschfahrzeugs kokelten Holzstücke und Kohle in einem Eck der dortigen Grillstelle. Da das Feuer überschaubar war und weil jeder verlegte Schlauch später auch wieder aufgerollt werden muss, entschloss sich der Einsatzleiter, eine eher unkonventionelle Löschmethode anzuwenden.

Zur Standardbeladung eines jeden Löschwagens gehört nach wie vor ein Eimer, um bei einem Ausfall der Entlüftungspumpe die Saugleitung mit Wasser füllen zu können. Selbstverständlich lassen sich damit aber auch, wie schon vor 150 Jahren, Flammen löschen. Gesagt, getan: Zwei Eimerfüllungen später war die Grillstelle abgelöscht, die Freiwillige Feuerwehr Korntal-Münchingen konnte ihren Einsatz erfolgreich beenden und zurückfahren. Die Schläuche blieben eingerollt.

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