Landratsamt beruhigt
: Möglinger Trinkwasser – erst Alarm, jetzt endgültig Entwarnung

Eine Untersuchung des Trinkwassers in Möglingen (Kreis Ludwigsburg) hat ergeben: Das Wasser war am 2. April nicht gesundheitsgefährdend belastet.
Von
Oliver Schaewen
Ludwigsburg
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Das Trinkwasser aus den Möglinger Wasserhähnen war und ist unbedenklich, teilt das Landratsamt Ludwigsburg mit.

Felix Kästle/dpa

Nach Tagen der Verunsicherung können die Bürger in Möglingen aufatmen: Das verunreinigte Trinkwasser stellte zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Gesundheit dar. Zu diesem Ergebnis kommt die abschließende Untersuchung einer Wasserprobe, die unmittelbar nach Bekanntwerden der Verunreinigung am 2. April entnommen worden war.

Vor etwa einer Woche hatte das Gesundheitsamt des Landkreises Ludwigsburg vorsorglich reagiert und die Nutzung des Trinkwassers für rund 3000 Menschen in Teilen des Ortes untersagt. Betroffen war die sogenannte Hochzone Möglingen mit mehreren Straßenzügen. Parallel dazu wurden die Wasserversorgung umgestellt, Leitungen gespült und die Bevölkerung umgehend informiert. In den darauffolgenden Tagen folgten weitere Probenahmen, bis schließlich eine erste Entwarnung gegeben werden konnte.

LRA-Sprecher: „Alle Werte liegen unter den kritischen Schwellen“

Nun steht fest: Selbst wer vor der Warnung größere Mengen des Wassers konsumiert hat, muss keine gesundheitlichen Folgen befürchten, teilt das Landratsamt Ludwigsburg in einem Pressetext mit. Die Beeinträchtigung sei vor allem geruchlicher Natur gewesen, hätten die Fachbehörden festgestellt. Verantwortlich dafür seien unter anderem leicht flüchtige Stoffe wie Toluol und Xylol, die bereits in sehr geringen Konzentrationen wahrnehmbar seien.

Die gemessenen Werte lagen deutlich unter kritischen Schwellen, stellt der LRA-Pressesprecher Andreas Fritz fest. Auch die sogenannten Trihalogenmethane, die bei der Chlorung von Wasser entstehen können, seien klar unterhalb der zulässigen Grenzwerte geblieben. Die Experten betonten, dass selbst vorübergehende Überschreitungen in deutlich höherem Bereich über begrenzte Zeiträume gesundheitlich unbedenklich wären.

Das Landratsamt steht zu den eingeleiteten Schritten

Trotz der nun vorliegenden Entwarnung hält das Landratsamt die eingeleiteten Maßnahmen für richtig. Zum Zeitpunkt des Vorfalls sei unklar gewesen, welche Stoffe ins Wasser gelangt waren und welches Risiko von ihnen ausgehen könnte. Die rasche Reaktion habe dem vorbeugenden Gesundheitsschutz gedient und sei daher unerlässlich gewesen.

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