Mittelalterpark in Vaihingen an der Enz
: Oberriexingen bekräftigt Vorbehalte: „Verkehr und Lärm enden nicht an Gemarkungsgrenzen“

Der Gemeinderat Oberriexingen hat sich erneut kritisch zu einem möglichen Mittelalterpark bei Kleinglattbach geäußert. Noch seien zu viele Fragen ungeklärt.
Von
Michaela Glemser
Oberriexingen
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Vaihingen / Enz - In Markgröningen war ein geplanter Mittelalterpark am Veto des Gemeinderats gescheitert. Nun unternehmen die Initiatoren einen neuen Anlauf. Bei Vaihingen/Enz haben sie ein schon mit der Region abgestimmtes, passendes Grundstück hier im Bild für ihre Erlebniswelt gefunden. Hier zu sehen ist die Flurbereinigungsdenkmal um Lokalisierung des Standpunkts zu helfen

Der Mittelalterpark soll auf einer Fläche vor den Toren Kleinglattbachs entstehen.

Simon Granville (Archiv)
  • Oberriexingen kritisiert den Bebauungsplan „Mittelalterpark Markstein“ erneut.
  • Zu viele Fragen bleiben offen, etwa zu Verkehr, Lärm und Besucherströmen.
  • Die Planfläche umfasst rund 18,6 Hektar – erwartet werden mehrere hunderttausend Gäste.
  • „Verkehr und Lärm enden nicht an Gemarkungsgrenzen“, so Vizebürgermeister Erich Bannert.
  • Vaihingen vertagt die FNP-Änderung, um zuvor Gespräche mit Nachbarn zu führen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gemeinderäte von Oberriexingen haben in ihrer Stellungnahme zum Bebauungsplan „Mittelalterpark Markstein“ der Stadt Vaihingen an der Enz erneut ihre Vorbehalte gegen das Vorhaben vor den Toren Kleinglattbachs bekräftigt. Noch bleiben den Ratsmitgliedern und den Verantwortlichen der Verwaltung zu viele Fragen ungeklärt.

„Der ‚Mittelalterpark Markstein’ ist kein gewöhnlicher kleiner Änderungsbereich“, heißt es in der Stellungnahme. „Die vorliegenden Planunterlagen weisen für den Änderungsbereich des Flächennutzungsplans eine Fläche von rund 18,6 Hektar aus.“ Es wird zudem auf die Projektunterlagen verwiesen, in denen von mehreren hunderttausend Gästen pro Jahr und einer erheblichen Zahl zusätzlicher Autofahrten die Rede ist.

Streit innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft

Die Annahmen zum Anteil des öffentlichen Verkehrs und zur Verteilung der Verkehrsströme seien zu hinterfragen. „Oberriexingen und Sersheim liegen nicht außerhalb der möglichen Wirkungszone. Verkehrsströme und Lärm enden nicht an Gemarkungsgrenzen“, stellte der stellvertretende Oberriexinger Bürgermeister Erich Bannert klar. Ferner sei der gemeinsame Flächennutzungsplan schon kraft Gesetzes eine Angelegenheit aller vier Kommunen

Schon vor der Sommerpause war es zum Streit innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Vaihingen, Oberriexingen, Sersheim und Eberdingen gekommen, weil Rastmitglieder der drei letztgenannten Orte der notwendigen Flächennutzungsplanänderung nicht zustimmen wollten. Ihrer Meinung nach lägen noch keine ausreichend belastbaren Planungsunterlagen und Fachgutachten vor, um eine abschließende Bewertung vorzunehmen. Diese Beweggründe führten nun auch zu der Stellungnahme zum entsprechenden Bebauungsplan „Mittelalterpark Markstein“.

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Gespräche mit den Nachbarn suchen

„Betroffenheit kann sich aus Verkehrsverlagerungen, Knotenpunkten, Lärm, Rettungswegen, regionalen Besucherströmen und den Folgewirkungen für die gemeinsame Planung ergeben“, so Bannert. „Ob und in welchem Ausmaß diese Effekte eintreten, ist gerade zu untersuchen.“

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses des Vaihinger Gemeinderats hatten am Montag beschlossen, zunächst nicht über die Flächennutzungsplanänderung für die „Erlebniswelt Markstein“ im Gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft abstimmen zu wollen, um zuvor das Gespräch mit den Nachbarkommunen zu suchen.