Nach Felssturz bei Gemmrigheim: Halbseitige Sperrung aufgehoben

Felsbrocken sind auf die Fahrbahn der Straße zwischen Gemmrigheim und Besigheim gestürzt.
Ulrich SchweikerDie Kreisstraße zwischen Gemmrigheim und Besigheim ist wieder uneingeschränkt befahrbar. Diese wohltuende Nachricht für viele Autofahrer und nicht wenige Radler gilt vom frühen Samstag, 31. August, an, teilt das Landratsamt mit. Die halbseitige Sperrung wird in der Nacht von Freitag auf Samstag aufgehoben.
Die Straße war kurz vor Weihnachten 2023 zunächst vollständig gesperrt worden, nachdem Steine einer Weinbergmauer und Felsbrocken bis auf die Fahrbahn und den parallel verlaufenden Rad- und Wirtschaftsweg gepoltert waren. Mitte Januar dann konnte der Verkehr dort wenigstens eine Fahrspur wieder nutzen, musste jedoch Wartezeiten an zwei Ampeln in Kauf nehmen. Außerdem schützten zwei Betonwände zwischen Hang und Straße die den motorisierten Verkehr, die Radler sowie die Fußgänger vor weiterem Steinschlag.
Kein weiterer Steinschlag seit Dezember 2023
Inzwischen wurden der Weinberg und das Risiko des Steinschlags untersucht und bewertet. Seit den ersten Steinschlägen wird der Bereich täglich durch die Mitarbeitenden der Straßenmeisterei kontrolliert. Dabei stellten sie seit Dezember 2023 keine weiteren Abbrüche mehr fest. Der Bereich wird auch künftig regelmäßig kontrolliert. Eine Plane schützt nun vor weiteren Auswaschungen durch Niederschläge, die offensichtlichen den Steinschlag verursacht hatten.
Der Landkreis hat mit der Gemeinde Gemmrigheim und dem betroffenen Eigentümer des Weinberggrundstücks Lösungen abgestimmt. Das Technische Hilfswerk (THW) hat deshalb zum Zeitpunkt des Jahreswechsels die abgerutschte Weinbergmauer mit einer Plane abgedeckt. Die Plane schützt die Stelle vor weiteren Auswaschungen durch Niederschläge. Zudem wird in dem betroffenen Weinberg noch ein provisorischer Zaun installiert, der abbrechendes Gestein auffangen kann.
Zusätzliche Absicherung
Die Betonschutzwände auf dem Rad- und Wirtschaftsweg werden durch Sicherungselemente ersetzt und in Richtung Weinberg verschoben, um Platz für den Fuß- und Radverkehr zu schaffen. Dort dienen sie der zusätzlichen Absicherung bei herabfallendem Gestein. Radfahrern und Fußgängern steht in diesem Bereich künftig ein rund zwei Meter breiter Rad- und Wirtschaftsweg zur Verfügung.