Neubaugebiet in Ludwigsburg
: Wenn die neuen Bewohner einziehen, soll bereits ein Park auf sie warten

Zwischen den beiden Baubereichen des Neubaugebiets Fuchshof soll eine Naherholungsfläche für alle im Ludwigsburger Osten entstehen.
Von
Sabine Armbruster
Ludwigsburg
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Noch ist die grüne Fuge durch eine breite Baustraße geteilt.

Simon Granville

Als „Stadtteilpark mit großzügigem Quartiersplatz“ bezeichnet die Stadtverwaltung das, was zwischen den beiden großen Baubereichen an der Ludwigsburger Fuchshofstraße als sogenannte „grüne Fuge Nord“ in unmittelbarer Nachbarschaft des Stadions entstehen soll – oder vielleicht eher: zum Teil erhalten werden soll. Denn früher war es dort grüner. Von den 37 Kleingärten wurden 21 erhalten, alle 33 Bäume wurden gefällt. Laut Nadine Semder vom städtischen Tiefbau- und Grünflächenamt waren das vor allem Flachwurzler wie Kiefern, die durch den Klimawandel bereits geschädigt gewesen seien. Deshalb wäre die Verkehrssicherheit, die man in einem künftig öffentlich zugänglichen Bereich braucht, nicht mehr gegeben gewesen.

Doch auch wegen der Baustraße, die in West-Ost-Richtung durch den alten Grünbereich verläuft, mussten Bäume weichen, ebenso entlang der Fuchshofstraße, weil der auf der Nordseite neu angelegte, zweieinhalb Meter breite Fußweg nicht direkt an der Straße, sondern durch einen Grünstreifen getrennt verläuft. Zudem solle auch noch Platz für einen Radweg in zwei Richtungen bleiben, sagte Semder jetzt bei einem Vor-Ort -Termin.

22 Bäume sollen gepflanzt werden

Mindestens 22 Bäume sollen neu gepflanzt werden. Im Idealfall solle die Grünanlage schon fertig sein, wenn die neu zu bauenden Häuser bezogen würden, erklärt Baubürgermeister Sebastian Mannl. Wenn die Bauarbeiten wie geplant verlaufen, rechnet er mit einer Fertigstellung bis Mai 2026.

Insgesamt 10.000 Quadratmeter umfasst die ganze Fläche, die allerdings nicht komplett grün sein wird. So wird es eine gepflasterte Wendeplatte geben, der bisher zwischen den Kleingärten verlaufende Rasenweg soll deutlich verbreitert und ebenfalls gepflastert werden, desgleichen der Quartiersplatz. „Weil dort viel versiegelt wird, ist es heißer als üblich. Deshalb pflanzen wir da Bäume, die eher aus Südeuropa stammen“, sagte Semder. Sonst handle es sich bei den geplanten Neupflanzungen unter anderem um Eichen und Kiefern, die ebenfalls mit Trockenheit relativ gut klarkämen.

Der Rasenweg zwischen den Kleingärten soll verbreitert und gepflastert werden.

Foto: Sabine Armbruster

Mulden und Zisternen sollen überschüssiges Oberflächenwasser aufnehmen, das dann zur Bewässerung der grünen Bereiche verwendet werden kann. In Richtung Alter Oßweiler Weg soll der neue Spielplatz mit Kletter- und Balancierlandschaft künftig vom Schatten der großen alten Bäume profitieren, für Abkühlung sollen außerdem ein Wasserspieltisch und ein Wassersand-Spielbereich für kleinere Kinder sorgen. Der Grünbereich soll aus verschiedenen Richtungen durch Wege erschlossen werden, außerdem wird es verschiedene Sitzgelegenheiten geben.

Weil in dem Bereich, in dem der Quartiersplatz entstehen soll, auch Zauneidechsen gesichtet wurden, soll diesen ein Ersatz im südlichen Teil geboten werden – mit artenreicher Begrünung, Totholz, Steinriegeln und anderem, das in der Regel von Zauneidechsen gut angenommen wird. Ob sie es auch in diesem Fall tun, bleibt abzuwarten. Angesichts der umfangreichen Bauarbeiten dürften sich Tiere längst ein anderes Quartier gesucht haben.

Anblick der Neubauten wird wuchtig sein

Auch südlich der Fuchshofstraße sei eine grüne Fuge angedacht, sagte Mannl. Und zwar in dem Bereich, wo jetzt der Beachvolleyballplatz ist. Östlich davon soll die Quartiersgarage gebaut werden.

Der grünlich unterlegte Bereich zeigt den Plan für die grüne Fuge.

Foto: Simon Granville

Auffallend ist, dass die zwischen dem Alten Oßweiler Weg und der Fuchshofstraße verlaufenden Straßen deutlich höher sind als die umgebenden Flächen. Das habe man so machen müssen, weil die Entwässerung des Geländes nur in Richtung der Fuchshofstraße möglich sei, die Kanäle im Alten Oßweiler Weg seien dafür nicht ausgelegt, erklärte Mannl. Allerdings werden die bis zu fünfstöckigen Gebäude dadurch noch höher wirken, als wenn man die ursprüngliche Höhe des Geländes beibehalten hätte. „Zu sagen, dass das hier nicht wuchtig wirken wird, wäre nicht ehrlich“, räumte der Bürgermeister ein.

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