Neuer Kindergarten in Sachsenheim: Spielen mit Aussicht: „Junger und innovativer Träger mit guten Ideen“

Die Stadt Sachsenheim, das Start-up LittlebigFuture und Aldi haben bei dem neuen Kindergarten zusammengearbeitet.
Oliver Bürkle- Neue Kita auf dem Dach des Aldi-Markts am Südring in Sachsenheim offiziell übergeben.
- Träger ist erstmals extern: das gemeinnützige Start-up LittlebigFuture aus Nürnberg.
- Fokus der Einrichtung: Naturerleben, Nachhaltigkeit und kreatives Forschen im digitalen Raum.
- Stadt mietet statt selbst zu bauen – spart Investitionskosten und versiegelt keine neuen Flächen.
- Eröffnung am 5. Oktober geplant, Plätze sind noch frei; Tag der offenen Tür am 10. Oktober.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nun fehlen nur noch die Kinder in den Räumen: Das gemeinnützige Unternehmen LittlebigFuture hat vergangene Woche offiziell die Kita am Südring an die Stadt Sachsenheim übergeben. Das Besondere an der Tagesstätte? Sie steht auf dem Dach des neugebauten Aldi-Marktes am Südring, der hierfür um eine Etage aufgestockt wurde. Und noch ein weiteres Novum: Die Trägerschaft wurde extern an das gemeinnützige Unternehmen LittlebigFuture aus Nürnberg vergeben.
„Kinderbetreuung ist uns in Sachsenheim sehr wichtig“, so Bürgermeister Holger Albrich. „Wir können nach großen Anstrengungen in den vergangenen Jahren durch neue Kitas und Erweiterungen nun jedem Kind in Sachsenheim einen Betreuungsplatz mit vielfältigen Betreuungsformaten und -zeiten anbieten.“ Es sei erfreulich, dass mit der neuen „LittlebigFuture“-Kindertagesstätte ein attraktives Angebot mit einem neuen Träger dazukomme.
Stadt Sachsenheim spart sich hohe Kosten
„Wir haben LittlebigFuture in einem sorgfältigen Verfahren ausgewählt und als jungen und innovativen Träger mit vielen guten neuen Ideen kennengelernt“, so Albrich. Schwerpunkt der neuen Kindertagesstätte seien das Erleben in der Natur, ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu entwickeln und kreatives Forschen im digitalen Raum. Die neuen Räumlichkeiten böten die besten Voraussetzungen, um dieses anspruchsvolle Konzept umzusetzen. „Wir freuen uns auf eine langfristige Zusammenarbeit, die schon vom ersten Tag an sehr vertrauensvoll und produktiv war."
Das gelte auch für die Zusammenarbeit mit dem Vermieter Aldi: Hier hob der Rathauschef hervor, dass der Discounter auf alle Wünsche und Anregungen eingegangen sei. Es habe auch hier eine Politik der kurzen Wege und ein Miteinander auf Augenhöhe geherrscht. Aber nicht nur das: „Auch damit, dass wir als Stadt nicht selbst eine benötigte Kita bauen, sondern sie für uns bauen lassen und für die benötigte Dauer anmieten, betreten wir Neuland.“
Auf diese Weise wurden hohe Investitions- und Planungskosten vermieden. Durch die Nutzung des Daches auf dem Aldi-Markt müssten außerdem keine neuen Flächen versiegelt und Parkplätze und die Zuwegung nicht neu gebaut werden. Auch in diesem Sinne sei das Kita-Projekt nachhaltig für die Stadt. Obendrein fielen die Kosten für das Personal weg. Dazu habe man durch den Mietvertrag mit Aldi und dessen Mindestlaufzeit von 25 Jahren auch eine hohe Planungssicherheit. Der Vertrag mit LittlebigFuture laufe zehn Jahre mit der Option einer jederzeitigen Verlängerung.
Freie Kindergartenplätze vorhanden
Die Chemie, bestätigte auch LittlebigFuture-Geschäftsführer Michael Bergmann, habe von Anbeginn an gestimmt zwischen der Verwaltungsspitze und seinem fränkischen Start-up. Dieses ist seit 2021 am Markt und betreibt bis dato schon mehrere Kindergärten in Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Nun freue er sich auf die Eröffnung am 5. Oktober, wenn die ersten Kinder einziehen und ihre Kita in Beschlag nehmen werden. Aktuell sind noch Plätze frei. Kurzentschlossene könnten sich also noch bewerben. Für die Krippenplätze dürfen dies auch Eltern, die nicht in Sachsenheim wohnen. Am Samstag, 10. Oktober, findet zudem ein Tag der offenen Tür statt.