Neuer Onlinedienst: Parkausweis beantragen: In Korntal-Münchingen so bequem wie nirgendwo sonst

In Korntal-Münchingen sollen rund um den Korntaler Bahnhof nur die Anwohner dauerparken.
Simon GranvilleDie Bürgerinnen und Bürger von Korntal-Münchingen können ihre Bewohnerparkausweise nun bequemer als bisher digital beantragen. Damit will die Stadt ihnen nicht nur weniger Bürokratie zumuten und mehr Service bieten, wie sie betont. Sondern sie nimmt mit dem Angebot eines neuen Onlinediensts zur Beantragung zugleich eine Vorreiterrolle ein. „Wir sind sehr stolz, deutschlandweit die erste Kommune zu sein, die für diesen Service als Pilotkommune im Projekt dabei war und nun auch als Erstes anbieten kann“, informiert der Bürgermeister Alexander Noak (parteilos).
Der Vorteil des neuen Systems ist laut der Stadtverwaltung, dass die Bürger ihren Fahrzeugschein nicht mehr erst rauskramen, dann scannen oder abfotografieren und danach hochladen müssen. Diesen Schritt spare man sich, weil das Kraftfahrtbundesamt (KBA) eingebunden sei: Beim digitalen Antrag holt sich das System selbst die nötigen Daten aus dem zentralen Fahrzeugregister des KBA.
In Korntal-Münchingen konnte man bisher zwar das Antragsformular schon online ausfüllen. Es musste aber noch unterschrieben werden, und der Fahrzeugschein musste bei der Antragstellung vorgelegt werden.
„Das war ganz schön spannend, bundesweite Pilotkommune zu sein“
Die Stadt Korntal-Münchingen ist als Pilotkommune vorne dran bei der Umsetzung eines staatlichen Onlinedienstes zur Beantragung eines Anwohnerparkausweises. Sie hatte sich dafür beworben. Die letzten Tests seien positiv verlaufen, und die Anbindung an die direkte Abfrage der Daten aus der Zulassungsbescheinigung beim Kraftfahrtbundesamt stehe – Voraussetzungen dafür, dass die Bewohnerparkausweise bei der Stadt Korntal-Münchingen bequemer digital beantragt werden können. Wer den Onlinedienst nutzen möchte, braucht jedoch eine Bund-ID, um seine Identität im Prozess des digitalen Antrags nachweisen zu können. Das BundID-Konto ist das Nutzerkonto des Bundes. Damit ist es möglich, sich für viele Online-Verwaltungsleistungen anzumelden.
Die Testphase umgesetzt hat im Korntal-Münchinger Rathaus der Fachbereich 1 unter Federführung von Diana Jäger-Hein. Sie leitet das Sachgebiet Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung und berichtet: „Das war ganz schön spannend, bundesweite Pilotkommune zu sein. Umso mehr freuen wir uns, dass das Ergebnis positiv ist und der Service ab sofort online ist.“
Hoher Parkdruck rund um den Korntaler Bahnhof
In den vergangenen Monaten hätten die Rathausmitarbeiter eng mit dem Innenministerium, dem IT-Planungsbeirat, der für Bund und Länder die Digitalisierung vorantreibt, und der Firma Seitenbau zusammengearbeitet, die für die technische Umsetzung zuständig ist, berichtet Jäger-Hein. Der Startschuss für die Umsetzung des Projekts war vor rund einem Jahr gefallen.
Das Parken kostet in Korntal-Münchingen rund um den Korntaler Bahnhof. Die Stadt führte das Anwohnerparken im November 2020 ein. Grund dafür war der Parkdruck: Anwohner fanden nur schwer Parkplätze, weil Fremd- und Dauerparker sie auf der Suche nach kostenfreier Alternative belegten, vor allem Pendler, die von Korntal aus mit der Bahn weiterfahren. Die Gebühr für die Ausweise, mit denen die Anwohner unbegrenzt parken können, liegt aktuell bei 60 Euro im Jahr.
