Online-Auktion startet
: Fahrräder, Smartphone und Co. - Bietigheim-Bissingen versteigert Fundsachen

Fundräder und andere Artikel aus dem Fundbüro in Bietigheim-Bissingen suchen neuer Besitzer. Der Verkauf läuft über ein Online-Plattform - und stellt echte Schnäppchen in Aussicht.
Von
Julia Amrhein
Ludwigsburg
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Unter anderem finden sich zahlreiche Fahrräder im Angebot des Fundbüros (Symbolbild).

Franziska Kraufmann/dpa

Wenn jemand etwas findet oder verliert, führt der erste Weg meistens zum Fundbüro der Kommune. Dort werden die Gegenstände erfasst und verwaltet – und im Idealfall vom Besitzer wieder abgeholt. Doch was passiert, wenn eine Fundsache nicht innerhalb der Aufbewahrungsfrist von 6 Monaten eingesammelt wird? Dann gehen die Gegenstände auf Wunsch wieder an den Finder – oder aber sie werden versteigert. Im Fall der Stadt Bietigheim-Bissingen startet die nächste entsprechende Versteigerung am Donnerstag, 11. Juni, um 18 Uhr.

Artikelpreise fallen über 10 Tage

Das Angebot umfasst neben verschiedenen Fundrädern für Kinder und Erwachsene auch E-Scooter, Cityroller, Schmuck, Uhren oder Elektrogeräte. Auch kuriosere Artikel finden sich in der Versteigerung, wie ein Paket aus 72 Regenschirmen, Angelzubehör oder ein Exemplar der Schallplatte „Vorsicht zerbrechlich“ der Lokalmatadore von Pur.

Der Hammer fällt im Internet über das Portal www.fundus.eu. Heißt: Interessenten können bequem von zu Hause aus mitbieten. Das Auktionsprinzip erfolgt nach dem Count-down-Prinzip: Wie bei Tulpenauktionen in Holland fallen die Artikelpreise im Angebotszeitraum von 10 Tagen in regelmäßigen Abständen von einem hohen Startpreis bis zu einem niedrigen Endpreis. Dieser liegt bei einem Euro – selbst wenn die Auktion im dreistelligen Bereich losging.

Gebote sind ebenfalls möglich

Der Käufer kann den Artikel also sofort kaufen, solange warten, bis ihm der aktuelle Preis gefällt, oder einen Wunschpreis als Gebot abgeben und erhält automatisch den Zuschlag, wenn der fallende Preis das Gebot erreicht. In der Pressemitteilung heißt es hierzu: „Je länger man wartet, desto billiger wird es, aber man muss aufpassen, dass einem kein Anderer den Wunschartikel wegen ein paar Cent kurz vorher wegschnappt.“

Das GMS Bentheimer Softwarehaus, welches das Auktionsportal betreibt, ist im Bereich der Online-Auktion von Fundsachen ein Pionier. Bei vielen Kommunen waren Andrang und der Erlös bei den Versteigerungen gering. Deshalb sei bereits 2002 und 2003 vielfach über die Möglichkeiten diskutiert worden, die zur Versteigerung stehenden Fundsachen in Internetauktionen anzubieten.

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