RKH Klinikum in Ludwigsburg
: „Nach einem Schlaganfall ist Kontinuität entscheidend“ – Modell setzt Maßstäbe

Die Schlaganfallversorgung im RKH Klinikum Ludwigsburg setzt auf modernste Medizin und umfassende Nachsorge. Ein innovativer Bluttest im Rettungswagen könnte Leben retten.
Von
Julia Amrhein
Ludwigsburg
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In der Rehabilitation kommen auch technische Mittel wie VR-Brillen zum Einsatz.

RKH Gesundheit/Martin Stollberg

Der Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall, bei dem jede Minute zählt. Die Klinik für Neurologie im RKH Klinikum Ludwigsburg unter der Leitung von Christian Förch bietet laut Pressemitteilung mit ihrem umfassenden Schlaganfallkonzept eine Versorgung auf höchstem Niveau: von der schnellen Erkennung über die Akuttherapie bis hin zur Nachsorge.

Ziel sei es, die Lebensqualität der Patienten nachhaltig zu verbessern. „Das Modell der Schlaganfallversorgung steht für wenig Zeitverlust, modernste Medizin und menschliche Begleitung – über alle Phasen hinweg“, so Marcus Herbst, Klinikgeschäftsführer der RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim.

Bluttest auf dem Weg ins Klinikum

Mithilfe des FAST-Tests – einem einfachen Test, mit dem Laien mögliche Anzeichen eines Schlaganfalls erkennen können – wird zunächst eine schnelle Einlieferung in die Klinik in die Wege geleitet. Ergänzend kommt ein innovativer Bluttest im Rettungswagen zum Einsatz, der eine Unterscheidung zwischen einer Hirnblutung und einem Hirninfarkt durch einen Gefäßverschluss ermöglicht.

Nach der Bildgebung im Computertomograph entscheidet sich der weitere Behandlungsweg über eine medikamentöse Therapie, eine Entfernung des Thrombus, eine Senkung erhöhter Blutdruckwerte oder eine Operation. Anschließend werden die Patienten auf der Stroke-Unit oder – bei schwerem Verlauf – auf der Intensivstation überwacht.

Weitere Begleitung für Betroffene

Ein Alleinstellungsmerkmal des Klinikums ist die Comprehensive-Care-Einheit: Hier werden schwer betroffene Schlaganfallpatienten gebündelt betreut. Eine hochspezialisierte Pflege, strukturierte Therapie und frühe Mobilisation und Rehabilitation sorgen für messbare Erfolge. Das innovative Konzept dieser Einheit wurde mit einem Preis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Auch nach dem Klinikaufenthalt werden Betroffene nicht allein gelassen. Infoangebote, Schulungen, ein Info-Café sowie ein Lotsenprojekt begleiten den Übergang in den Alltag. Besonderes Augenmerk liegt auf kognitiven Einschränkungen und depressiven Symptomen. „Wir erleben immer wieder, dass Menschen zu früh glauben, es sei alles überstanden“, so Harry Wolpert, Pflegeexperte im Team der Comprehensive Care-Einheit. „Doch gerade nach einem Schlaganfall ist Kontinuität entscheidend.“

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