RKH Klinikum Ludwigsburg: „Nähe von Anfang an": Klinikum verändert Versorgung kranker Neugeborener

Im RKH Klinikum werden Mütter und ihre Kinder künftig gemeinsam von interdisziplinären Teams betreut und nicht auf separaten Stationen behandelt.
Martin Stollberg- RKH Klinikum Ludwigsburg betreut kranke Neugeborene künftig mit der Mutter.
- Die integrierte Versorgung findet auf Station 1.F im Mutter-Kind-Zentrum statt.
- Geeignet bei z.B. Hypoglykämie, Trinkschwäche, Wärmebedarf und Neugeborenen-Gelbsucht.
- Interdisziplinäre Teams sichern Nähe und gleichzeitig die neonatologische Betreuung.
- Ziel ist gemeinsame Zeit und Sicherheit – die getrennte Neugeborenenstation entfällt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Geburt eines Kindes gehört zu den bewegendsten Momenten im Leben einer Familie. Umso belastender ist es, wenn ein Neugeborenes nach der Geburt medizinische Unterstützung benötigt und Mutter und Kind deshalb auf unterschiedlichen Stationen versorgt werden müssen.
Mit der neuen integrierten Neugeborenenversorgung auf der Station 1.F im Mutter-Kind-Zentrum geht das RKH Klinikum Ludwigsburg einen neuen Weg. „Ziel ist es, die gemeinsame Zeit von Eltern und ihrem behandlungsbedürftigen Neugeborenen so weit wie medizinisch möglich zu erhalten und gleichzeitig eine hochwertige neonatologische Versorgung sicherzustellen“, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums.
Bisher eigene Neugeborenenstation
Die integrierte Neugeborenenversorgung richtet sich an Familien, deren erkranktes Neugeborenes zwar behandlungsbedürftig ist, jedoch nicht die engmaschige Überwachung in der Kinderklinik benötigt. Zu solchen Erkrankungen zählen beispielsweise Anpassungsstörungen wie niedriger Blutzucker, Trinkschwäche oder erhöhter Wärmebedarf, Neugeborenen-Gelbsucht oder auch abklärungsbedürftige Befunde, die in der Schwangerschaft aufgefallen sind. So können Eltern ihr Kind von Beginn an erleben, versorgen und kennenlernen, während gleichzeitig die notwendige medizinische Betreuung gewährleistet ist. Bislang wurden diese Neugeborenen auf einer getrennten Neugeborenenstation betreut.
Statt Mutter und Kind frühzeitig voneinander zu trennen, werden beide gemeinsam von einem interdisziplinären Team betreut. „Die ersten Stunden und Tage nach der Geburt prägen die Beziehung zwischen Eltern und Kind in besonderer Weise“, sagt Jochen Meyburg, Ärztlicher Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im RKH Klinikum Ludwigsburg. Mit der integrierten Neugeborenenversorgung verbinde man eine moderne neonatologische Betreuung mit dem, was für Eltern in dieser Situation oft am wichtigsten ist: Nähe, Sicherheit und die Möglichkeit, von Anfang an für ihr Kind da zu sein.
