Römerhügel in Ludwigsburg: Sportplätze nur noch für Schüler: „Wiederholte Schäden haben uns dazu gezwungen“

Die Tartanplätze am Römerhügel in Ludwigsburg bleiben nun dem Schulsport vorbehalten.
Werner Kuhnle (Archiv)Die Sportplätze am Römerhügel werden künftig nicht mehr öffentlich zugänglich sein. Der Grund für diese Entscheidung seien wiederholte Schäden, Verschmutzungen und zunehmender Vandalismus auf dem Gelände, so das Landratsamt Ludwigsburg in einer Pressemitteilung.
Tür und Zaun wurden mutwillig beschädigt
Eigentlich sah die Benutzungs- und Entgeltordnung für die Sportstätten generell schon keine Nutzung durch Dritte vor. Dennoch waren die Sportplätze bislang frei zugänglich und wurden - besonders die Tartanplätze - am Nachmittag und an Wochenenden intensiv genutzt. Dabei kam es jedoch immer wieder zu Problemen, so das Landratsamt: „Müll und Grillreste blieben liegen, Hunde wurden auf die Sportflächen mitgebracht und es entstanden Schäden an Belägen, Netzen und Zäunen.“
Allein in diesem Jahr mussten bereits mehrere Reparaturen durchgeführt werden. Zusätzlich sei es Anfang April zu einer Brandstiftung in einer Garage neben der Sporthalle gekommen. Dabei entstand ein Schaden von mehr als 30.000 Euro. Wenige Wochen später seien außerdem eine Seitentür sowie ein Zaun am Sportplatz mutwillig beschädigt worden.
Zutritt nur noch für den Sportunterricht
Um den für rund 20.000 Euro frisch sanierten Tartanplatz besser zu schützen, wird die Anlage bereits seit Mitte April am Abend geschlossen. Künftig sollen die Sportplätze aber grundsätzlich nur noch für den Schulsport geöffnet werden. Der Zugang erfolgt ausschließlich über Lehrkräfte während des Unterrichts. Nach der letzten Sportstunde kontrollieren die Hausmeister die Anlage.
„Wir bedauern sehr, dass es künftig nicht mehr möglich sein wird, die Sportplätze für den Freizeitsport offen zu halten“, sagt die im Landratsamt Ludwigsburg zuständige Dezernentin für Finanzen, Bildung und Gebäudemanagement, Bettina Beck: „Wiederholte Vandalismusschäden haben uns leider zu diesem Schritt gezwungen. Nur mit den neuen Regeln können wir die Sportanlage langfristig erhalten und für den Schulsport sichern.“