Sachsenheim
: War es ein Autorennen? Riskantes Überholmanöver endet mit Irrfahrt über Wiese

Die Fahrt eines 26-Jährigen in Sachsenheim endete mit der Beschlagnahmung seines Autos, Führerscheins und Mobiltelefons. Er war unter anderem quer über die L1110 gefahren.
Von
Julia Amrhein
Ludwigsburg
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Die Polizei ermittelt unter anderem wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung (Symbolbild).

Bernd Weißbrod/dpa

Ein 26-Jähriger ist vorerst seinen Führerschein und sein Auto los, nachdem er in Sachsenheim ein äußerst riskantes Überholmanöver durchgeführt hat, bei dem mehrere andere Verkehrsteilnehmer gefährdet wurden. Damit nicht genug: Die Polizei ermittelt derzeit, ob sich der Mann nicht auch noch ein Rennen mit einem 31-Jährigen geliefert hat.

BMW schert rechtzeitig wieder ein

Wie die Polizei mitteilt, war der 26-Jährige gegen 8.50 Uhr mit seinem Mazda auf der L1110 von Hohenhaslach in Richtung Großsachsenheim unterwegs. Sowohl er als auch ein vor ihm fahrender 31-jähriger BMW-Fahrer überholten dort zeitgleich hintereinander mit wohl deutlich überhöhter Geschwindigkeit drei vor ihnen fahrende Wagen.

Während der BMW-Fahrer vor dem ersten Fahrzeug der Kolonne wieder einscherte, wollte der Mazda-Fahrer auch noch den BMW überholen. In einer nicht einsehbaren leichten Linkskurve kam ihm dabei jedoch ein 28-Jähriger in einem Audi entgegen, der sowohl auf die Bremse treten als auch ausweichen musste, um einen Zusammenstoß zu verhindern.

Renault-Fahrerin zur Vollbremsung gezwungen

Der 26-Jährige lenkte seinerseits nach rechts, verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab. Anschließend fuhr er über eine Wiese auf einen Holzstapel zu, lenkte wiederum nach links, um nicht gegen diesen zu fahren, und querte in der Folge die Landesstraße. Eine 29-Jährige, die mit ihrem Renault in Richtung Hohenhaslach fuhr, musste daraufhin eine Vollbremsung einleiten.

Der 26-Jährige kam schließlich auf einer angrenzenden Wiese zum Stehen. Sowohl gegen ihn als auch gegen den 31-Jährigen wird nun wegen des Verdachts des verbotenen Kraftfahrzeugrennens ermittelt. Gegen den 26-Jährigen zudem wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung. Zudem musste er zur Beweissicherung sein Mobiltelefon abgeben.

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