Sicherheit auf dem Schulweg: Kontrollen zum Schulstart – Polizei rügt vor allem die Erwachsenen

Ziel der Aktionen der Polizei war es, die Sicherheit für die Schüler zu erhöhen (Symbolbild).
Monika Skolimowska/dpa-tmn/dpa- Polizei kontrolliert zum Schulstart in Ludwigsburg und Böblingen verstärkt Schulwege.
- Ergebnis: Kinder verhalten sich meist korrekt – Erwachsene fallen häufiger negativ auf.
- „Elterntaxis“ verursachen gefährliche Situationen, etwa durch Halten auf Geh- und Radwegen.
- Verstöße betreffen auch E-Scooter: fehlender Schutz, falsches Alter, nicht zugelassene Fahrzeuge.
- Appell an Eltern: Kinder unter 14 nicht E-Scooter fahren lassen und Regeln mit ihnen besprechen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Polizei hat in den Landkreisen Ludwigsburg und Böblingen zum Schulstart verstärkt Kontrollen entlang der Schulwege durchgeführt. Die Bilanz: Während sich die Schulkinder meist richtig verhielten, waren es vor allem Erwachsene, die durch ihr Verhalten negativ auffielen.
„Elterntaxis“ sorgen für Probleme
Über 50 Kontrollaktionen wurden laut Polizei seit dem 14. September durchgeführt: Davon rund 20 im Kreis Böblingen und über 30 im Kreis Ludwigsburg. „Vorrangiges Ziel war es, durch Präsenz und Gespräche die Sicherheit für die Schülerinnen und Schüler auf dem täglichen Schulweg zu erhöhen, nachdem im letzten Jahr leider wieder mehr Schulwegunfälle zu verzeichnen waren“, so die Polizei.
Größtenteils verliefen die Aktionen ohne nennenswerte Beanstandungen. In einigen Fällen mussten die Polizisten dennoch auf Verstöße gegen Verkehrsregeln reagieren und teils Verwarngelder aussprechen – gegen die Eltern. In mehreren Fällen saßen die Kinder beispielsweise ohne ausreichende Sicherung im Auto. „Zudem sorgte erhöhtes Verkehrsaufkommen durch sogenannte ‚Elterntaxis‘ immer wieder für Probleme und gefährliche Situationen“, teilt die Polizei mit. Dazu gehörte vor allem das Parken und Halten auf Geh- und Radwegen, wodurch wiederum Kinder auf ihrem Weg zur Schule gefährdet werden könnten.
E-Scooter werden immer beliebter
Im Zusammenhang mit den immer beliebter werdenden E-Scootern mussten die Kontrollkräfte ebenfalls gelegentlich eingreifen. So wurden mehrere Kinder von ihren Eltern verbotenerweise auf dem E-Scooter zur Schule gefahren. Ansonsten reichte die Bandbreite vom nicht beachteten Mindestalter über den fehlenden Versicherungsschutz bis hin zur Nutzung nicht zugelassener Fahrzeuge.
Die Polizei appelliert hier insbesondere auch an die Eltern: „Lassen Sie Kinder unter 14 Jahren nicht mit E-Scootern fahren.“ Zudem sollten grundsätzlich keine Fahrzeuge ohne gültige Zulassung für den Straßenverkehr gekauft und für die Haftpflichtversorgung gesorgt werden: „Sprechen Sie mit Ihren Kindern über das richtige Verhalten im Straßenverkehr und erklären Sie die Regeln, die beim Fahren mit E-Scootern zu beachten sind.“
