Stadtbahn-Streit
: Stadt reagiert gelassen auf Druck durch Zweckverband

Die Ludwigsburger Stadtverwaltung betont, man werde eine Entscheidung pro oder kontra Stadtbahn sachlich, sorgfältig und verantwortungsvoll treffen.
Von
Sabine Armbruster
Ludwigsburg
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Bei der entscheidenden Sitzung zur Stadtbahn dürften die Ludwigsburger Stadträte alle Plätze im großen Sitzungssaal des Kulturzentrums besetzen.

Werner Kuhnle

Mit seinem offenen Brief hat der Zweckverband den Streit um die geplante Stadtbahn durch Ludwigsburg deutlich verschärft. Die Ludwigsburger Stadtverwaltung reagiert in einer Pressemitteilung derweil betont gelassen auf die Drohung einer Schadensersatzforderung.

Es könne weder von einer fehlenden Mitwirkung noch von einer fehlenden Verantwortung der Stadt die Rede sein, heißt es darin: „Wir sind mit dem Zweckverband regelmäßig im Austausch und sondieren mögliche Lösungen.“ Tatsächlich hatte die Stadtverwaltung nach dem Bekanntwerden der neu vorgeschlagenen Trasse ein Schreiben an den Zweckverband gesandt, in dem Gründe aufgeführt wurden, die gegen diesen Streckenverlauf sprechen, und um Lösungsvorschläge gebeten wurde.

Ziel: Eine tragfähige Lösung für Ludwigsburg

Die Stadtverwaltung lässt nun wissen: „Die Entscheidung zur Stadtbahn wird die Stadt Ludwigsburg wie vorgesehen im Gemeinderat, dem Hauptorgan der Gemeinde, sachlich, sorgfältig und verantwortungsvoll treffen. Es ist unsere Aufgabe, eine tragfähige Entscheidung für Ludwigsburg herbeizuführen. Dies möchten wir bewusst ruhig, geordnet und ohne öffentliche Vorfestlegungen vorbereiten.“

Der Oberbürgermeister Matthias Knecht betont aber, es sei Pflicht der Stadt, angesichts der massiv veränderten Rahmenbedingungen abzuwägen, in welchem Umfang und in welchem zeitlichen Rahmen das Projekt verantwortbar sei.

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