Sternkreuzung Ludwigsburg: Kreisverkehr soll Frühjahr 2026 fertig werden

Derzeit noch ein Provisorium: die Sternkreuzung
Simon GranvilleAus dem Provisorium soll ein dauerhafter Kreisverkehr werden. Der Umbau der Sternkreuzung wurde am Mittwoch vom Gemeinderat beschlossen. Die nächsten Schritte sind nun die Einreichung des Förderantrags, der die Kosten für die Stadt von 1,98 Millionen auf 200 000 Euro Eigenanteil senkt. Anschließend wird das Bauprojekt ausgeschrieben und vergeben.
„Ich gehe davon aus, dass wir im Frühjahr 2026 fertig sind“, sagt Ulrike Schmidtgen. Wie schnell es dann tatsächlich vorangehe, hänge auch am Wintereinbruch. „Wir brauchen Trockenheit und Temperaturen über vier Grad“, so die Fachbereichsleiterin für Tiefbau und Grünflächen.
Mit der Verfüllung der Unterführung soll an Pfingsten begonnen werden. In Etappen werde das Betongemisch eingelassen. Schätzungsweise zwei Wochen dauern die Arbeiten, der Verkehr werde dadurch nicht beeinträchtigt, sagt Schmidtgen.
Keine Vollsperrung möglich
Im Sommer soll dann mit dem Bau des Kreisverkehrs begonnen werden – möglichst viel soll während den Sommerferien passieren, so Bürgermeister Sebastian Mannl. Wie der Verkehr bis zur Fertigstellung umgeleitet wird, steht derzeit noch nicht fest. „Die finale Verkehrsführung wird erst abgestimmt, wenn alle Beteiligten an Bord sind und die Baufirma feststeht“, so Schmidtgen. Vollsperren werde man die Kreuzung zu keinem Zeitpunkt, versichert Denise Kamp, Leiterin der Abteilung Integrierte Mobilitätsplanung der Stadt. Die Sternkreuzung sei die wichtigste Verbindung für Busse und Rettungswagen. Durch die fertiggestellte Tunnelsanierung sei man nun „in der Lage, flexibler Verkehrslösungen zu überlegen“, sagt Mannl.

So soll der einspurige Kreisverkehr mit Radspur einmal aussehen
Foto: Koeber Landschaftsarchitektur GmbH„Was uns Sorgen macht, ist die Verknüpfung Wilhelmstraße/Schorndorfer Straße“, sagt Mannl. Viele Buslinien führen über die Sternkreuzung, im Kreisverkehr sind deshalb auch bevorrechtigte Busspuren eingeplant. „Klar ist, wir werden nicht ZOB und Kreisverkehr gleichzeitig angehen“, sagt Mannl. Der Umbau der Busbahnhofs verschiebt sich dadurch ins Jahr 2026. Anders als bislang geplant, würden die Stadtwerke außerdem nicht bis Mitte August an der Schorndorfer Straße arbeiten und auch die Sanierung der B27/Robert-Franck-Allee bis zur Ortsdurchfahrt Süd, die Anfang September anstehen sollte, „wird das Regierungspräsidium noch nach hinten schieben, nehme ich an“, sagt Mannl. Bevor der Umbau der Sternkreuzung am Mittwochabend im Gemeinderat beschlossen wurde, diskutierten Stadträte über drei Einfahrt- und Ausfahrtspuren des Radrings. Der Aspekt wird nun erneut Thema im Ausschuss.