Tarifkonflikt
: Zwei Euro mehr für Reinigungskräfte der Region – Streit um höhere Löhne

Die IG BAU fordert für die rund 3300 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk im Kreis Ludwigsburg höhere Stundenlöhne.
Von
Emanuel Hege
Kreis Ludwigsburg
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Mehr Euro für die Arbeit mit dem Wischmopp: Ab Januar bekommen Reinigungskräfte mindestens 10,05 Euro pro Stunde. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU rät zum Lohn-Check. ⇥

Mehr Euro für die Arbeit mit dem Wischmopp: Ab Januar bekommen Reinigungskräfte mindestens 10,05 Euro pro Stunde. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU rät zum Lohn-Check. Foto: IG BAU

Die IG Bau will mehr Geld, die sowieso vergleichweise wenig verdienen – Putzkräfte. Die Arbeitgeberseite sieht eine Gefahr.

IG BAU
  • IG BAU fordert für Gebäudereiniger im Kreis Ludwigsburg zwei Euro mehr pro Stunde.
  • Rund 3.280 Beschäftigte in etwa 180 Firmen würden von der Erhöhung profitieren.
  • Mindestlohn in der Gebäudereinigung soll laut IG BAU auf 17 Euro steigen.
  • Für Glas- und Fassadenreinigung verlangt die Gewerkschaft 20,40 Euro pro Stunde.
  • BIV warnt vor wirtschaftlichen Risiken und nennt den Vorstoß Symbolpolitik.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für die Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk im Landkreis Ludwigsburg fordert die IG BAU Nordwürttemberg höhere Löhne. Die Gewerkschaft verlangt nach eigenen Angaben einen Zuschlag von zwei Euro pro Stunde für alle Beschäftigten der Branche.

Davon würden rund 3.280 Reinigungskräfte profitieren, die in etwa 180 Unternehmen im Landkreis Ludwigsburg arbeiten. Der Mindestlohn in der Gebäudereinigung würde laut Gewerkschaft auf 17 Euro pro Stunde steigen. Für Beschäftigte in der Glas- und Fassadenreinigung fordert die IG BAU künftig einen Stundenlohn von 20,40 Euro.

„Und das für alle, die professionell im Gebäudereiniger-Handwerk arbeiten – drinnen in Altenheimen oder Betrieben genauso wie draußen an der Fensterfassade“, sagte Alexander Deh, Vorsitzender der IG BAU Nordwürttemberg, zur aktuellen Tarifforderung.

Bundesinnungsverband warnt

Die Gewerkschaft begründet ihre Forderung unter anderem mit der gestiegenen Inflation und höheren Lebenshaltungskosten. „Die Preise ziehen an: Mieten, Sprit, Lebensmittel. Das trifft die Reinigungskräfte härter als die meisten anderen, weil sie viel zu wenig verdienen – vor allem auch für die harte Arbeit, die sie machen“, sagte Deh. Nach Angaben der IG BAU sollen die Tarifverhandlungen für das Gebäudereiniger-Handwerk noch im September beginnen.

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Der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) will die von der IG BAU geforderte Lohnerhöhung verhindern. Die Arbeitgeberseite sieht darin eine Gefahr für die wirtschaftliche Stabilität vieler Unternehmen der Branche. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage und steigender Kosten könnten höhere Löhne die Betriebe zusätzlich belasten, argumentiert der Verband. „Vor diesem Hintergrund ist der Tarifvorstoß der IG BAU kein verantwortungsvoller Beitrag für die Branche, sondern Symbolpolitik ohne Bezug zur ökonomischen Realität“, heißt es in einer Pressmitteilung des BIV.