Totschlag in Marbach
: Prozess um tote Feuerwehrfrau - Mann zu langer Haftstrafe verurteilt

Das Landgericht Heilbronn verurteilt einen 29-Jährigen Mann aus Marbach (Kreis Ludwigsburg) – der Feuerwehrmann erstickte seine Frau und legte einen Brand.
Von
Oliver Schaewen
Ludwigsburg
Jetzt in der App anhören

Der Täter bei Prozessbeginn am Landgericht in Heilbronn.

Archiv (Werner Kuhnle)

Das Urteil im spektakulären Prozess um die tote Feuerwehrfrau in Marbach am Neckar ist gesprochen. Das Landgericht Heilbronn erkannte am Freitag auf schuldig und verurteilte den 29-Jährigen zu 14 Jahren Haft wegen Totschlags.

Der Prozess hatte sich fünf Monate lang hingezogen. Der Mann hatte gegen 4 Uhr in der Nacht zum 7. August seine Frau erstickt. Anschließend brachte er sie in den Keller des Mehrfamilienhauses im Eisenachweg in Marbach. Mit dem Feuer im Keller versuchte er, seine Spuren zu verwischen.

Das Verhältnis der beiden Eheleute galt als zerrüttet. Beide hatten sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit von Feuerwehren betätigt. Die Staatsanwaltschaft hatte 15 Jahre Haft gefordert. Sie berücksichtigte dabei den Totschlag sowie die besonders schwere Brandstiftung, bei der 35 Bewohner des Hauses gefährdet wurden. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

StZ Kreis Ludwigsburg
Montag - Samstag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus Ludwigsburg und dem Kreis im kompakten Überblick: Von Montag bis Samstag schicken wir Ihnen unseren Newsletter mit den fünf beliebtesten Themen unserer Leserinnen und Leser in Ihr E-Mail-Postfach. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden.