Trinkwasser im Kreis Ludwigsburg
: „Wasser ist unsere kostbarste Ressource“ – Stadtwerke im Krisenfall gerüstet

Die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim gewinnen kein eigenes Wasser. Im Krisenfall würde es aber dennoch nicht zu einem Versorgungsengpass kommen.
Von
Julia Amrhein
Ludwigsburg
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Die SWLB ist verantwortlich für die Qualität und Verfügbarkeit von Wasser im Kreis Ludwigsburg (Symbolbild).

Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

Deutschland zählt zu den Ländern mit dem besten Leitungswasser der Welt. Und auch für Ludwigsburg gilt: Das Wasser, das aus dem Hahn fließt, können Menschen unbedenklich trinken. Verantwortlich hierfür sind die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB) mit Christian Schneider als Vorsitzendem der Geschäftsführung, mit Johannes Rager als Geschäftsführer und OB Matthias Knecht, der dem Aufsichtsrat vorsteht.

Wie gelingt es, das hohe Niveau der Wasserversorgung zu halten und für die Zukunft zu sichern? Die SWLB bezieht Wasser von den Zweckverbänden Bodensee- und Landeswasserversorgung. Diese verteilen Trinkwasser aus Donau und Donauries sowie aus dem Bodensee an weite Teile des Landes.

Notbrunnen in Ludwigsburg und Kornwestheim

„Die Mitarbeit in den Gremien der Verbände ermöglicht uns einen umfassenden kollegialen Austausch und im Krisenfall auch die Gewissheit, mit gegenseitiger Unterstützung zu rechnen“, so Knecht. Christian Schneider fügt hinzu: „Wasser ist unsere kostbarste Ressource. In Zeiten des Klimawandels reicht es nicht mehr, es nur zu verteilen. Wir müssen es intelligent managen.“

Für die SWLB zeigt die Prognose bis 2050, dass auch bei einem Verbandsausfall keine größeren Versorgungsprobleme zu erwarten sind. Im Falle einer großflächigen Unterbrechung der Wasserversorgung stehen landesweit, auch in Ludwigsburg und Kornwestheim, Notbrunnen zur Verfügung, die in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern reaktiviert werden können.

Die Stadtwerke sind für den Krisenfall gerüstet

Die SWLB ist auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet: Das umfasst Punkte wie einen Krisenstab, Notversorgung über alternative Leitungswege, Kooperation mit benachbarten Versorgern oder auch Abkochgebote.

„Da sich die SWLB schon lange mit der Krisenvorsorge im Bereich Wasser auseinandersetzt, sehen wir uns hier gut aufgestellt“, so Jens Nehl, Bereichsleiter Wasser. Die Stadtwerke halten eine umfassende Ausrüstung vor: Notstromaggregate für die Versorgung der Hochbehälter, mobile Desinfektionsanlagen, Standrohre, ortsveränderliche Pumpen und krisensichere Kommunikationswege.

Mittelfristig will die SWLB auch das Thema Reaktivierung alter Wasserrechte betrachten und die Neuerschließung von Brunnen prüfen. Weiterhin kann der Bau von Verbundleitungen zu benachbarten Versorgern, die auf eigene Quellen und Brunnen zurückgreifen, ein sinnvoller Schritt sein.

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